Am Anfang war das Feuer: Adam (
Simon Schwarz) und Eva (
Marie Bäumer) entbrannten füreinander, als er sie aus einem lodernden Haus rettete. Ende, Abspann - Das perfekte Glück. Jetzt sind sie allerdings bereits vier Jahre verheiratet, und aus dem brennenden Verlangen nacheinander ist ein lauwarmes Miteinander geworden. Das Traumpaar genügt sich nicht mehr: Eva möchte am liebsten ein Kind; nach Adams Auffassung aber haben quengelige Gören im Paradies seit jeher nichts verloren und bei der Vorstellung an "Alete" und trautes Familienglück im gemütlichen Eigenheim kommen ihm eher Fluchtgedanken - kurz gesagt: das Paradies ist in Gefahr!
Noch dazu lauert die Versuchung überall. Zum einen ist da Betty (
Anna Bertheau), das hübsche Kindermädchen von Adams Bruder Erik (
Martin Brambach), das Adam glutvolle Blicke zuwirft. Und zum anderen ist da Olli (
Pierre Besson), Evas Sandkastenfreund, der nach Jahren plötzlich wieder auf der Bildfläche erscheint und Eva eifrig umwirbt. Und ganz nebenbei gibt es auch noch Charly (
Theresa Berlage), die schon lange auf ihre Chance bei Adam wartet. Als Adam von den verbotenen Früchten nascht und eine Affäre mit Betty eingeht, trennt Eva sich von ihm ...
... und das ist erst der Anfang. A propos Anfang: Bereits nach ca. 5 Minuten gibt es den kompletten (!) Abspann zu sehen. Denn nach der Errettung aus der Flammenglut, was soll da noch kommen ? 90 spaßige und überaus vergnügliche Minuten, in denen Regisseur Paul Harather es versteht, eine konservative Story mit einem spritzigen Drehbuch witzig und ideenreich umzusetzen. Ob er nun eine Sequenz als Aneinanderreihung von Werbespots gestaltet oder ein anderes Mal die "gute alte Stummfilmzeit" mit Zwischentiteln wieder aufleben lässt - und auch recht regelmäßig ein und denselben Handlungsstrang aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählen lässt. Und doch: Langweilig wird es eben darum nicht ...