Ein tragischer Anlass führt Manuela (
Cecilia Roth) nach Barcelona, in jene Stadt, die sie vor 18 Jahren wegen einer unglücklichen Liebesgeschichte fluchtartig verlassen hatte. Jetzt will die ehemalige Krankenschwester, die sich auch eine Zeit lang als Prostituierte ihren Lebensunterhalt verdiente, dem ehemaligen Geliebten Esteban (
Toni Canto), inzwischen eine Frau, offenbaren, dass sie damals von ihm schwanger war - und ihm zugleich vom Unfalltod seines Sohnes Esteban (
Eloy Azorin) berichten, der nach einer Theatervorstellung überfahren wurde. Esteban wiederzufinden ist keine Kleinigkeit - da dieser seit langem nur noch Kleider trägt und sich inzwischen "Lola" nennt.
Auf der Suche nach dem Ex im Fummel trifft die Verzweifelte auf andere Frauen, biologische wie "nachgerüstete", die Hilfe noch nötiger brauchen als sie selbst. Da gibt es die verblühende Schauspielerin Huma Rojo (
Marisa Paredes) mit ihrer jüngeren drogensüchtigen Geliebten Nina (
Candela Pena), eine Nonne in anderen Umständen und den/die transsexuelle(
n) Agrado (
Antonia San Juan), der seine unzähligen Schönheitsoperationen durch Prostitution finanziert und den Manuela auch noch aus dieser Zeit kennt. Schon bald hält Manuelas buntgecheckte Ersatzfamilie sie so in Atem, dass ihr kaum Zeit für Trauer bleibt ...
Pedro Almodovar wurde mit modernen Klassikern wie "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" zum "Enfant terrible" des spanischen Kinos - aber der Erfolg gibt ihm immer wieder recht. Für "Alles über meine Mutter" erhielt er 1999 in Cannes die "Goldene Palme" für die beste Regie-Arbeit. Der Story zu folgen ist manchmal etwas mühsam, sind sich die Frauen doch trotz ihrer "Exzentrik" beim ersten Hinschauen ziemlich "ähnlich".