"Sieg oder Niederlage heißt es an jedem (
verdammten) Sonntag. Worum es aber eigentlich geht: Sind wir Manns genug, zu gewinnen oder zu verlieren?" Der, der das sagt, ist Tony D´Amato (
Al Pacino), Teamchef des Miami Shark Football Teams. Einst war er einerfolgreicher Trainer und hat zweimal hintereinander sein Team zur Meisterschaft geführt. Doch das ist längst vergessen, zumal seine Männer gerade dreimal in Folge verloren haben. Die Zuschauer bleiben weg und die neue, skrupellose Besitzerin Christina Pagniacci (
Cameron Diaz) sitzt ihm im Nacken.
Als auch noch sein legendärer Quarterback Jack "Cap" Rooney (
Dennis Quaid) auf dem Rasen schwer verletzt wird, scheinen D´Amato die Zügel immer mehr zu entgleiten und der alte Teamgeist geht den Bach gleich mit runter. Auch Willie Beamens (
Jamie Foxx) kometenhafter Aufstieg vom Dritte-Wahl-Ersatzbankdrücker zum neuen Quarterback-Star bekommt den Sharks nicht gut.
Oliver Stone versammelte für sein neustes Epos (immerhin noch unter drei Stunden) eine illustere Mischung an bekannten Schauspielern. Neben den oben erwähnten spielen auch noch
James Woods,
LL Cool J,
Elizabeth Berkley und
Charlton Heston mit. Vor dem Hintergrund des amerikanischen Profi-Footballs bemüht sich Stone, die persönlichen Schicksale seiner Akteure in den Vordergrund zu stellen: Die Spieler, die Trainer, die Ärzte, die gestressten Familien, die Team-Besitzerin, die Sponsoren, die Medien und natürlich die Groupies. Es ist aber weniger die Handlung - es sind einzelne Bilder (nein, nicht nur das "Herausgefallene Auge" eines Footballers, schon eher die Wagenrennen-Sequenz) und Dialoge, die dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben. Ungewöhnlich zurückhaltend agiert hier Al Pacino, der zwar der Hauptdarsteller, aber sicher nicht die tragende Säule des Films ist.