Bess McNeill (
Emily Watson) lebt auf einer kleinen Insel in Schottland. Sehr familiär und sehr religiös ist das Leben der Bewohner geprägt. Da ist es fast schon ein Skandal, als Bess plötzlich ankündigt, den "Fremden" Jan (
Stellan Skarsgard) zu heiraten. Jan arbeitet auf einer Bohrinsel und ist auch nur für ein paar Tage "zu Gast". Kurz nach der Hochzeit muss er wieder zur Arbeit.
Für Bess beginnt eine schwere Trennungszeit. Eines Tages erhält sie die Nachricht von einem schweren Unfall auf der Bohrinsel. Jan überlebt, bleibt aber völlig gelähmt. Er bittet Bess, sich nun andere Liebhaber zu suchen, und ihm in aller Ausführlichkeit von ihren Erlebnissen zu berichten. Die hingebungsvolle Ehefrau tut das, was der geliebte Mann ihr aufträgt. Bei den gottesfürchtigen Bewohnern der Insel stößt sie allerdings auf grobes Unverständnis.
Klar strukturiert hat der Däne seinen zweieinhalbstündigen Film. Er unterteilt ihn in mehrere Kapitel, die mit einer Überschrift bereits ankündigen, was passieren wird. Dafür kommen die Szenen selbst mit wenig Dialog und minimalistischen Kameraperspektiven aus, so dass das ganze über weite Strecken formal doch sehr laienhaft wirkt. Umso professioneller die Darstellung der kleinbürgerlichen, hingebungsvoll und gottesfürchtigen Bess von Emily Watson, der ihr eine "OSCAR"-Nominierung einbrachte.