Schauspielerin Arlena Marshall (
Diana Rigg) benimmt sich wie eine richtige Diva - kein Wunder, dass fast alle, die mit ihr einmal zu tun hatten, noch eine Rechnung offen haben. Und es kommt, wie es kommen muss: Mitten in ihrem Urlaub auf einer griechischen Mittelmeerinsel, wird Madame Marshall tot aufgefunden. Zum Glück ist Hercule Poirot (
Peter Ustinov) da und übernimmt sofort die Ermittlungen - dies gestaltet sich aufgrund der Vorgeschichte jedoch schwierig.
So standen ihr Produzent Odell Gardener (
James Mason) und Biograf Rex Brewster (
Roddy McDowall) aufgrund ihrer Eskapaden schon knapp vor dem Ruin, Christine Redfern (
Jane Birkin) war rasend eifersüchtig, weil Arlena anscheinend etwas mit ihrem Mann Patrick (
Nicholas Clay) anfangen wollte. Und auch der Millionär Sir Horace Blatt (
Colin Blakely) scheint trotz seines Geldes nicht ganz sorgenfrei...
Nach
"Tod auf dem Nil" schlüpfte Sir Peter Ustinov ein zweites Mal in die Rolle des belgischen Meisterdetektivs Hercule Poirot - die ihm Agatha Christie manchmal auf den Leib geschrieben zu haben scheint. Regie führte diesmal Guy Hamilton, der mit
"Goldfinger" einen der bekanntesten und besten "Bond"-Filme inszeniert hatte. Leider kann "Das Böse unter der Sonne" den Erwartungen, die Besetzung und Produktion wecken, leider manchmal nicht ganz gerecht werden - zu fahrig und langatmig wirkt Poirots Ermittlungsarbeit, zu uninspiriert bisweilen die Leistung der anderen Darsteller.