Sie sollen aus Anlass eines Geburtstages das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf aufführen: Sophie (
Clotilde Courau), Jeanne (
Alexia Stresi), Mathieu (
Clement Sibony), Mathilde (
Maudi Buquet) und Wilfried (
Vincent Lecoeur). Die fünf jungen Schauspieler sind zunächst begeistert. Der Job dürfte schnell erledigt sein und ist zudem richtig gut bezahlt. Doch schon bald mischen sich erste Zweifel in die Hochstimmung. Das Schloss liegt in völliger Abgeschiedenheit und auch ihr Gastgeber, der an den Rollstuhl gefesselte Baron Axel de Fersen (
Francois Berleand) wirkt etwas seltsam. Zusammen mit seinem Enkel Nicolas (
Thibault Truffert) und dem verschrobenen Wildhüter Stephane (
Denis Lavant) sind sie die einzigen Bewohner des alten Gemäuers.
Nicola wirkt nach der Aufführung etwas verstört und verschüchtert. Kein Wunder eigentlich. Schließlich wurde seine Mutter (
Marie Trintignant) gewaltsam getötet, als sie ihm als Kleinkind die Geschichte von Rotkäppchen vorgelesen hatte. Alles Zufall? Als in der Nacht zunächst Mathilde und dann auch Baron de Fersen spurlos verschwinden und ein als böser Wolf verkleideter Fremder im Schloss sein blutiges Unwesen treibt, bröckelt bald der Zusammenhalt zwischen den zunehmend verängstigten Schauspielern...
Der Streifen ist das Spielfilm-Debüt von Regisseur Lionel Delplanque. Mit vielen guten visuellen Ideen setzt er die Geschichte vom bösen Wolf, der den hübschen, jungen Darsteller ans Fell will, um. Leider wirkt die Erzählung teilweise zu lächerlich und unglaubwürdig. So ist der Gruseleffekt gering, dafür gibt es eine Menge (unfreiwilliger) Lacher.