Deutschland 1918 – Der Erste Weltkrieg geht zu Ende und die Handlung beginnt genau an dem Tag, an dem der letzte deutsche Kaiser ins Exil geht. Die Familie um "Vater" (
Justus von Dohnanyi) und "Mutter" (
Teresa Harder) hat durch Kriegsanleihen alles verloren, ist aber weiterhin uneingeschränkt kaisertreu. Auf ihrem Landsitz bereiten sie sich auf die Hochzeit ihrer Tochter Cecilie (
Emilia Sparagna) mit dem betuchten Alfred (
Max Urlacher) vor, die gleichzeitig die schlimmsten finanziellen Probleme lösen soll.
Da stößt Hund Wilhelm (wie sollte er bei den Kaisertreuen auch anders heißen) im Garten auf eine vergrabene Mumie, die die Familie gemeinsam auswickelt. Heraus kommt ein Punk (
Christoph Bach), der offensichtlich aus der Zukunft stammt, mit dem es aber ein paar Verständigungsprobleme gibt – er spricht eine andere Sprache (faktisch spricht er als einziger in diesem Spielfilm überhaupt). Sofort tritt der Familienrat zusammen und man beschließt, das seltsame "Wesen" erst einmal zu untersuchen. Als jedoch kurz später die Familie die Nachricht bekommt, dass der Kaiser ins Exil geflüchtet ist, wird der Punk sofort als neuer "Herrscher" anerkannt und verehrt – und auch Cecilie ist bereits von ihm fasziniert…
Franka Potentes Regie-Debüt ist eigentlich mehr ein Experiment: Ein nur 43 Minuten langer Stummfilm in Schwarz-Weiß, in dem nur die Figur aus der Zukunft (der Punk) spricht und die weitere Handlung ausschließlich über Schrifttafeln erzählt wird. Dennoch brachte der "X Verleih" den Film sogar kurzzeitig in die Kinos; wo er nach offizieller Zählung allerdings nur 372 Besucher anzog.