Durch einen Zufall werden der amerikanische Diplomat Dr. Ben McKenna (
James Stewart) und seine Frau Jo (
Doris Day) während ihres Marokko-Urlaubs Zeuge, als ein Mann niedergestochen wird. Dr. McKenna beugt sich über den sterbenden Louis Bernard (
Daniel Gelin), um ihm zu helfen, der kann allerdings nur noch ein paar Worte flüstern, die für die McKennas zu einem lebensbedrohenden Geheimnis werden sollen. Noch ehe sie sich versehen ist ihr Sohn Hank (
Christopher Olsen) entführt worden, um das Ehepaar einzuschüchtern.
Das gelingt aber nur teilweise. Die McKennas setzen alles daran ihren Sohn wiederzubekommen. Die Spur führt sie nach London. Und dort soll - oh, glücklicher Zufall - nach den Worten des sterbenden Louis auch ein hochrangiger Politiker umgebracht werden. So werden Ben und Jo auf der Suche nach ihrem Sohn gleichzeitig Jäger und Gejagte...
Bereits 22 Jahre zuvor hatte Hitchcock denselben Stoff schon einmal in Schwarz-Weiß verfilmt. Sein eigenes Remake von 1956 sollte aber eines seiner Meisterwerke werden. Ein Film, der seine Spannung von der ersten bis zur letzten Minute hält, mit vielen Überraschungseffekten aufwartet und der den Zuschauer fesselt bis zum letzten Paukenschlag - im wahrsten Sinne des Wortes. "Hitch" selbst legte seinen Streifen nach der Kino-Auswertung Ende der 1950er auf Eis. Er sollte - neben vier anderen Filmen - seine "Rente" bilden und erst dann wieder in die Kinos kommen, wenn er wieder Geld bräuchte. "Gebraucht" hat er Geld wahrscheinlich nie mehr, und so war "Der Mann der zuviel wußte" auch erst wieder nach dem Tod des Regisseurs zu bewundern. Einen "OSCAR" bekam der Film übrigens "ganz nebenbei" für den besten Filmsong: Doris Day singt den Evergreen "Whatever Will Be, Will Be (Que sera, sera)" am Abend vor der Entführung am Bett ihres Sohnes.