Es ist schon komisch, dass ein Seemann verzweifelt versucht, Matrosen für die "Ghost" anzuwerben - offensichtlich auch Humphrey Van Weyden (
Alexander Knox) nicht, der die Einladung zu einem Drink ablehnt, als er merkt, dass man ihm damit ein Schlafmittel verabreichen wollten. Er lernt im Hafen die mysteriöse Ruth Brewster (
Ida Lupino) kennen, die ihn bittet, sich als ihr Freund auszugeben, wenn zwei Herren nach ihr fragen - als diese beiden Humphrey aber versichern, Miss Brewster sei eine entlaufene Verbrecherin sagt er die Wahrheit. Und so landen sie doch beide auf dem selben Schiff, er als Passagier, sie als Gefangene.
Allerdings kollidiert dieses Schiff bereits kurz nach der Ausfahrt aus dem Hafen mit einem anderen - und Van Weyden und Miss Brewster werden von der Besatzung des "gegnerischen" Schiffes gerettet. Ihr Erstaunen ist groß, als sie feststellen, dass es sich hierbei um die berüchtigte "Ghost" handelt. Warum sie berüchtigt ist, stellt Van Weyden sehr schnell: Der Kapitän "Wolf" Larsen (
Edward G. Robinson) ist ein gnadenloser Schinder, dem es auch nichts ausmacht, wenn einer aus seiner Besatzung bei den Strapazen ums Leben kommt. Da kann dann auch der Schiffsarzt Dr. Prescott (
Gene Lockhart) meistens nichts mehr ausrichten. Allerdings scheint Larsen noch ein anderes Geheimnis zu verbergen - und das möchte der Schriftsteller Van Weyden ergründen ...
Star-Regisseur Michael Curtiz verfilmte hier den berühmten Roman von Jack London - und obwohl der Film "nur" in der Kategorie "Spezialeffekte" für den "OSCAR" nominiert wurde, ist sein großes Plus doch Hauptdarsteller Edward G. Robinson, der die Titelfigur unerbittlich-hart und mit einer guten Portion Wahnsinn spielt. Leider ist die dramaturgische Umsetzung nicht in jedem Punkt überzeugend, so dass der Film in der zweiten Hälfte doch zusehends verflacht.