Hauptmann Nathan Cutting Brittle (
John Wayne, hier mit Schnauzbart) hat nur noch wenige Tage, bis er in den wohlverdienten Ruhestand eintreten kann. Allerdings sind die Zeiten 1876 alles andere als ruhig: General Custer hat gerade die Schlacht am Big Horn verloren und die Indianer stehen zum Angriff bereit. Und Brittle hat ein zusätzliches Handicap, mit dem er fertig machen muss: In seinem Trek befinden sich zwei Frauen, auf die es Rücksicht zu nehmen gilt.
Eine davon ist Olivia Dandrige (
Joanne Dru). Sie trägt ein gelbes Band im Haar (daher auch der englische Original-Titel des Streifens), ein Zeichen, dass sie einen Geliebten in der Kavallerie hat. Aber keiner weiß, wer es ist - sowohl Leutnant Flint Cohill (
John Agar) als auch Leutnant Pennell (
Harry Carey jr.) machen sich (berechtigte) Hoffnungen auf das Herz der Dame. Zunächst gilt aber die ganze Konzentration dem nächsten Angriff der versammelten Indianer, der leider anders ausgeht, als Brittle sich das für seinen letzten Einsatz gewünscht hatte...
John Ford gilt als Meister des Helden-Western - hier schwankt er unsicher zwischen der Heldengeschichte eines altgedienten Hauptmanns (für die John Wayne damals eigentlich viel zu jung besetzt war) und einer Dreiecks-Geschichte, die zwar titelgebend war, aber kaum weiter ausgeführt wird. So ist "Der Teufelshauptmann" wohl nur für patriotisch(st)e Amerikaner ein Highlight. Immerhin gab es für die Kamera einen "OSCAR".