Ein renommierter Pariser Maler (
Daniel Auteuil) besinnt sich auf seine Wurzeln und kehrt zurück in das Haus seiner Jugend im ländlichen Frankreich. Für die Pflege des großen Gartens sucht er über eine örtliche Anzeige einen Gärtner. Der erste, der sich daraufhin meldet, ist ein alter Freund aus dem Dorf (
Jean-Pierre Darroussin), den er aus den Augen verloren hatte und so auf wundersame Weise wiederfindet. Er wird sein Gärtner werden.
Indem er ihn tagsüber bei seiner Arbeit beobachtet, entdeckt der Maler nach und nach einen Menschen, der ihn durch seine offene und einfache Sicht der Dinge immer mehr erstaunt. Sein Leben bewegt sich in einfachen, klaren Strukturen. Glück ohne Glanz. Keine Launen, überhaupt keine Eifersucht des Gärtners. Seine Helden sind stets bescheidene Leute. Sein Wertesystem unterliegt nur einem Kriterium, das er bewusst oder unbewusst als Richtmaß verwendet, um Dinge und Menschen zu beurteilen: dem gesunden Menschenverstand. Die Kunst an sich, die sein Freund betreibt, findet erst nach längeren, heimlichen Beobachtungen Gnade vor seinen Augen ?
Auf diese Weise setzen die beiden eine Art verspätete und brüderliche Jugend fort, in der sich alles vermischt: ihre Familien, ihr Wissen, die Karotten, die Kürbisse, das Leben, der Tod, die Reise im Flugzeug, die Johannesbeersträucher, die Vorlieben und die Farben. Und indem sie alles mit den Augen des anderen sehen lernen, erneuert jeder sein Weltbild?