Detektiv Dick Tracy (
Warren Beatty) hat nur ein Ziel: "Seine" Stadt muss sauber bleiben. Seine Freundin Tess Trueheart (
Glenne Headly) hat sich schon lange damit abgefunden, dass für "ihren" Dick, der Job an erster Stelle steht. Bisher galt Lips Manlis (
Paul Sorvino) als Chef der Unterwelt und Hauptwidersacher Tracys - allerdings ist der seit einiger Zeit verschwunden und Dick merkt, dass da was mit gaaanz unrechten Dingen zugeht; also hört er sich um.
Die Wahrheit lässt nicht all zu lange auf sich warten: In einer "Übernahmeschlacht" hat Gangsterboss "Big Boy" Caprice (
Al Pacino) die Kontrolle über die Halbwelt an sich gezogen und nun seine Getreuen um sich geschart. Dazu gehört in jedem Fall seine Flamme, Nachtclubsängerin "Heiserchen" Mahoney (
Madonna). Aber all das Wissen über den neuen "Paten" nutzt Tracy nichts - sein Vorgesetzter D.A. Fletcher (
Dick Van Dyke) hat nämlich Einwände gegen eine vorschnelle Verhaftung...
Mit "Dick Tracy" erblickte 1990 ein Comic-Held der 1940er Jahre das Licht der Kino-Leinwand. Warren Beatty nahm das Projekt ganz in seine Hand: Er war nicht nur Produzent und Regisseur, er spielte auch gleich noch die Hauptrolle selbst. Dennoch schaffte er es augenscheinlich, sich nicht zu "verzetteln": Denn "Dick Tracy" ist trotz der simpel gestrickten Story ein Hochgenuss für alle Sinne. Besonders sticht das kräftige Farbdesign, aber auch die Songs von Stephen Sondheim, meist gesungen von Madonna, verwöhnen die Ohren. Der Instrumentalscore von Danny Elfman lässt den Zuschauer glauben, er stecke mitten in einem Tim Burton-Film und hochkarätige Gastauftritte wie Dustin Hoffman als "Murmler" runden das ganze ab. So waren denn auch die sieben "OSCAR"-Nominierungen, die der Streifen einstreichen konnte, hoch verdient. "Neben"-Darsteller Pacino, Kamera, Kostüme und Ton gingen (leider) leer aus, aber drei der begehrten Statuetten konnte "Dick Tracy" auf sich vereinigen.