Das Leben ist hart im Hafen. Die "Gewerkschaft" hat weit mehr Aufgaben übernommen, als nur die Arbeit zu verteilen: Wer nicht pariert, fliegt `raus - wer redet, fliegt vom Hochhaus. Charly Malloy (
Rod Steiger) ist stellvertretender Vorsitzender und sein jüngerer Bruder Terry (
Marlon Brandon) wird daher gerne für Handlangerdienste missbraucht. So muss er auch den abtrünnigen Joey Doyle in eine Falle locken, aus der es für ihn lebend kein Entrinnen mehr gibt. Nachher macht Terry sich heftige Vorwürfe und sucht den Kontakt zu Joeys Schwester Edie (
Eva Marie Saint). Offiziell spricht aber auch in dieser Angelegenheit wieder niemand von Mord, sondern von einem Unfall.
Pater Barry (
Karl Malden) versucht, Widerstand gegen die Gewerkschaftsoberen aufzubauen. Er scheint auch Erfolg zu haben: "Kayo" Dugan (
Pat Henning) macht bei der Polizei eine 49-seitige Aussage - aber Gewerkschaftsboss Johnny Friendly (
Lee J. Cobb) sorgt dafür, dass er das nie wieder tut. Nun scheint der Widerstand gebrochen, die "Union" wieder alles unter Kontrolle zu haben. In Terry steigen aber die Gewissensbisse: Er will nicht mehr schweigen, vor allem, wo seine Beziehung zu Edie immer enger wird. Pater Barry ermutigt ihn, sein Schweigen zu brechen und Vorreiter zu sein...
Noch bevor Elia Kazan mit James Dean und
"Jenseits von Eden" einen der Kultfilme der "Halbstarken" drehte, inszenierte er "Die Faust im Nacken". Thematisch sind diese beiden Filme durchaus verwandt: Auch hier geht es um das Aufbegehren des einzelnen gegen festgefahrene Strukturen und auch hier stand mit Marlon Brando einer der jungen wilden Hauptdarsteller im Mittelpunkt. Das eindringliche Sozialdrama wurde auch von der Kritik begeistert aufgenommen: Für zwölf "OSCAR"s wurde der Film nominiert, acht erhielt er schließlich. Leer gingen die Nebendarsteller Cobb, Malden und Steiger aus - sowie Leonard Bernstein, der die Filmmusik geschrieben hatte.