Ihren Spitznamen verdankt die "Geierwally" (
Samy Orfgen) ihrem Lämmer-Geier "Hans", einem der letzten seiner Art. Ihre ganze menschliche Liebe gehört dem "Bärnejosef" (
Gotffried Lackmann), der eben immer mit einem – selbst geschossenem - Bärenfell um die Schulter umher-i-läuft. Allerdings hat ihr Vater (
Karl-Heinz von Hassel) die Wally bereits dem Vinzenz (
Christoph Eichhorn) versprochen, den sie aber nicht ausstehen kann.
So kommt es eines Tages zum Eklat, als die Wally den ungeliebten Verehrer zurückgewiesen hat und der anscheinend die Tante Luckart (
Ralph Morgenstern) ins Jenseits befördert Allerdings ist auch der Bärenjosef offensichtlich nicht frei, sondern posiert mit der Afra (
Brigitte Janner)...
Soviel zur Story - die man vielleicht auch schon aus den gleichnamigen Heimatfilmen der 1940er und 1950er Jahre kennt. Diese Klischees benutzt der Kölner Boulevard-Regisseur Walter Bockmayer geschickt, um sie zu persiflieren. Alleine die vorwiegend aus dem Rheinland stammenden Darsteller mit gequält bayrischem Akzent sprechend zu hören ist bizarr. Hinzu kommen - vor allem am Anfang des Films - einige gute inszenatorische Einfälle, wenn beispielsweise der Hof der "Geierwally" im Stile des "Schwarzwaldklinik"-Vorspanns vorgestellt wird. Leider lässt diese Liebe zum Detail im Laufe des Films etwas nach. "Klimbim-Nudel" Elisabeth Volkmann konnte für die (Neben-)Rolle der "Erbfürstin" gewonnen werden und wer genau hinguckt kann auch die damals noch weithin unbekannte Veronica Ferres mitten im Bauernvolk erspähen.