Alles beginnt mit einer Gegenüberstellung: Die Polizei trommelt fünf Männer zusammen: Die polizei-bekannten Michael McManus (
Stephen Baldwin), Dean Keaton (
Gabriel Byrne), Todd Hockney (
Kevin Pollack), Fred Fenster (
Benico Del Toro) und den eher unauffälligen "Krüppel" Roger "Verbal" Kint (
Kevin Spacey), der den linken Fuß immer hinterher zieht. Nach der Vernehmung werden die 5 in eine Zelle gesperrt - wo sie gemeinsame Pläne schmieden.
Aber nicht alles lief nach Plan und plötzlich ist das Quintett von einem Mann abhängig, deren Name man selbst in Verbrecherkreisen mit einer solchen Ehrfurcht nennt, als wäre er der Teufel selbst: Keyser Söze. Ihn selbst bekommt aber keiner zu Gesicht, allenfalls seinen Mittelsmann Kobayashi (
Pete Postlethwaite), der ihnen die Vorstellungen Sözes mehr als deutlich macht: Die Gauner sollen einen Kokain-Deal im Wert von 91 Millionen Dollar verhindern. Was ihnen auch gelingt: Zurück bleibt eine Feuersbrunst im Hafen, 27 Tote aber keine Spur von dem Rauschgift. Kint scheint der einzig Überlebende der 5 zu sein, und deshalb nimmt Inspektor David Kujan (
Chazz Palminteri) ihn ins Kreuzverhör...
Man braucht eine Weile, bis man sich an Singers Erzählstil gewöhnt hat. Am Anfang sieht man das Feuer im Hafen, dann wird die ganze Geschichte um den rätselhaften Keyser Söze nur in Rückblenden erzählt. Manchmal muss man genau hinschauen, um die Zeitsprünge zu verstehen. Aber das fordert der Regisseur hier ohnehin von seinen Zuschauern: Genaues hinschauen und vor allem mitdenken. Denn dann stellt sich unweigerlich die Frage: Wer ist dieser Söze? Ist es einer der "üblichen Verdächtigen", ist es wirklich der große Unbekannte, oder ...?