Indonesien, 1965. Der australische Journalist Guy Hamilton (
Mel Gibson) kommt als Auslandskorrespondent für den "Austalian Broadcasting Service" in das Land, das von Diktator Sucarno beherrscht wird. Lange hat er auf diesen Auslandseinsatz gewartet, findet aber keinesfalls ideale Arbeitsbedingungen vor - hat doch seine Vorgängerin versucht, alle Kontakte abzubrechen. Durch Glück trifft Guy auf den zwergenwüchsigen Photografen Billy Kwan (
Linda Hunt), der Guy eine Zusammenarbeit anbietet - und schon bald hat Guy ein Exklusiv-Interview mit dem Vorsitzenden der Kommunistischen Partei und macht international auf sich aufmerksam.
Durch Billy lernt er auch die Britin Jill Bryant (
Sigourney Weaver) kennen, die für die britische Botschaft arbeitet, aber schon in drei Wochen wieder zurück in die Heimat fahren wird. Daher lehnt sie eine romantische Beziehung zu Hamilton strikt ab. Schließlich gibt sie ihm aber einen Wink, dass eine von China gesteuerte Machtübernahme unmittelbar bevorsteht. Damit will sie ihm eigentlich nur die Chance geben, sich rechtzeitig außer Landes und damit in Sicherheit zu bringen. Hamilton wittert allerdings die Story seines Lebens und veröffentlicht die Informationen - ohne zu wissen, was er damit auslöst...
Mit "Ein Jahr in der Hölle" machten sowohl Regisseur Peter Weir (
"Der einzige Zeuge",
"Der Club der toten Dichter") als auch Hauptdarsteller Mel Gibson zum ersten Mal "ernsthaft" auf sich aufmerksam. (Gibson versuchte von seinem
"Mad Max"-Image loszukommen). Die Überraschung des Films war aber zweifellos Nebendarstellerin Linda Hunt, die in einer Männerrolle brillierte und hierfür gleich – zu Recht - den "OSCAR" bekam. Ansonsten tritt die politische Brisanz im Mittelteil des Films zeitweilig in den Hintergrund einer Liebesgeschichte, kehrt aber gegen Ende zur "eigentlichen" Botschaft zurück.