Die Geschichte beginnt im Juni 1946, als Stalin allen nach der Oktoberrevolution emigrierten Russen, die Wiedereinbürgerung in die UdSSR anbot, um dort beim Wideraufbau zu helfen. Alexei Golovine (
Oleg Menshikov), der einst nach Frankreich ausgewandert war, wo er seine Frau Marie (
Sandrine Bonnaire) kennen lernte, kehrt mit ihr und Sohn Serioja (
Ruben Tapiero) auf einem Passagierschiff in seine Heimat zurück. Bei ihrer Ankunft ist jedoch alles anders, als sie sich das vorgestellt hatten: Die meisten ihrer Kameraden sind exekutiert oder in Arbeitslager verschleppt worden. Alexei bleibt nur verschont, weil er studierter Mediziner ist und damit dem Regime nützlich sein könnte.
Alexei kommt nach Kiew, wo er zum Betriebsarzt einer Textilfabrik ernannt wird, und mit seiner Familie ein einziges Zimmer in einer "Kommunalka", einer Wohngemeinschaft, erhält. In dieser Enge entfremden sich Marie und Alexei immer mehr: Während er sich mit der neuen Situation arrangieren kann, will Marie unbedingt ihre Freiheit wiederfinden. Als das "Theatre National Populaire" aus Paris mit der bekannten Schauspielerin Gabrielle Develay (
Catherine Deneuve) in Kiew gastiert, nutzt Marie die Gelegenheit: Sie steckt Gabrielle einen Brief zu, in dem sie über ihre Situation berichtet und sie bitten, die französischen Behörden zu informieren. Während Alexei für all dies wenig Verständnis zeigt, findet Marie in dem Mitbewohner Sasha (
Sergei Bodrov jr.), einem aus der Nationalmannschaft ausgeschlossenen Leistungs-Schwimmer, der davon träumt, trotzdem an den Europameisterschaften in Wien teilnehmen zu können, einen Vertrauten, der ihr in ihrer Verzweiflung Halt gibt und ihre Träume von der Freiheit teilt ...
"Est-Ouest - Eine Liebe in Russland" war bei der "OSCAR"-Verleihung 1999 in der Kategorie "bester fremdsprachiger Film" nominiert. Nach dem preisgekrönten "Indochine" arbeitete Regisseur Regis Wargnier hier wieder mit Catherine Deneuve zusammen, die diesmal eine Nebenrolle übernahm.