Sigmund Freud (
Montogomery Clift) ist ein junger Arzt in Wien, der sich eines Tages mit seinem Lehrmeister Dr. Theodor Meynert (
Eric Portman) derart überwirft, dass er Wien verlassen möchte. Er geht nach Paris zu Dr. Charcot (
Fernand Ledoux), wo er hofft, neue Behandlungsmethoden kennen zu lernen. Freud ist überzeugt, dass es neben dem Bewusstsein auch noch ein Unterbewusstsein gibt. Dort lernt er auch mit Carl von Schlossen (
David McCallum) den ersten Patienten kennen, der ihn durch seine Träume auf eine Spur bringt, der er lebenslang nachgehen soll: Dass viele Menschen unter einem "Mutter-Komplex" leiden…
Zurück in Wien findet Freud mit Dr. Joseph Breuer (
Larry Parks) einen großen Gönner, der Freuds Forschungen finanziert unter der Maßgabe, dass die Ergebnisse unter den Namen Freud und Breuer veröffentlicht werden. In Wien heiratet Freud dann auch seine langjährige Verlobte Martha (
Susan Kohner) und lernt mit Cäcilie Koertner (
Susannah York) eine weitere Patientin kennen, die ihn tief beschäftigen soll – so tief, dass Martha sich schon Sorgen um ihre Ehe macht…
"Freud" ist nicht irgendeine Biographie: Die Vorlage zum Drehbuch schrieb der französische Philosoph Jean-Paul Sartre – was schon dafür spricht, dass der Film weniger Wert auf Oberflächlichkeiten in der Handlung legt, sondern versucht, Freuds Theorie der Psychoanalyse den Zuschauern näher zu bringen. Dies gelingt so gut, dass der Film auch heute noch vielen Erstsemestern zum Anfang des Studiums vorgeführt wird. Aber auch für "Nicht-Fachleute" ein interessanter Einstieg ins Thema.