Harry Coombes (
Art Carney), ein Lehrer im Ruhestand, ist nicht viel geblieben im Leben. Als er aus seiner Wohnung ausziehen soll, weil man den Häuserblock abreißen will, weigert er sich standhaft; so standhaft, dass ihn sein Sohn Burt (
Philip Bruns) schließlich aus der Wohnung tragen muss. Kurz später muss er dann noch seinen besten Freund Jacob Rivetowski (
Herbert Berghof) im Leichenschauhaus identifizieren - nun hält ihn nichts mehr in New York. Er packt sein Hab und Gut, das vorwiegend aus seiner Katze Tonto besteht, und macht sich auf zu seinem Sohn Eddie (
Larry Hagman) nach Las Vegas.
Allerdings gestaltet sich die Fahrt dorthin etwas schwierig. Zunächst weigert er sich, das Flugzeug zu besteigen, da er die Kiste mit seinem geliebten Kater als Gepäck aufgeben soll. Dann besteigt er einen Greyhoundbus, zwingt aber unterwegs den Busfahrer anzuhalten, da Tonto einmal austreten muss und Busfahren ihm überhaupt nicht bekommt. Schließlich kauft Harry sich einen billigen Gebrauchtwagen und fährt nun selbst über Chicago, wo er noch seine Tochter Shirley Mallard (
Ellen Burstyn) besucht, nach Las Vegas. Unterwegs lernt er noch einige interessante Menschen kennen ...
"Harry und Tonto" ist in vielen Passagen melancholisch, meist aber ohne traurig zu wirken. Das ist vor allem ein Verdienst von Art Carney, der die Titelfigur liebevoll-bärbeißig-stur und doch liebenswürdig spielt. Der Lohn war verdienterweise ein "OSCAR" als bester Hauptdarsteller, Regisseur Paul Mazursky und Josh Greenfeld wurden für ihr Drehbuch ebenfalls nominiert, gingen allerdings leer aus. Immerhin bescheren sie uns zwei unterhaltsame Stunden ...