Alles schien so in Ordnung in der Ehe zwischen Arthur (
E.G. Marshall) und Eve (
Geraldine Page) - bis zu dem Tag, als Arthur seiner Frau und seinen drei Töchtern auf einer Familienfeier - scheinbar nebenbei - eröffnet, dass er beschlossen hat, von nun an eine Zeit alleine zu leben und zu Hause auszuziehen. Ein Schock für alle - vor allem für Eve, die es nicht wahrhaben will. Sie unternimmt einen Selbstmordversuch und trifft sich so oft es geht mit Arthur - jedes Mal in dem Glauben, er werde sehr bald wieder bei ihr einziehen ...
Halt findet Eve alleine bei ihren drei erwachsenen Töchtern Renata (
Diane Keaton), Joey (
Mary Beth Hurt) und Flyn (
Kristin Griffith). Vor allem Joey, die die Mutter früher kaum leiden konnte, kümmert sich nun rührend bis zur Selbstaufgabe um Eve. Renata ist dagegen mit ihrer Karriere als leidlich erfolgreiche Dichterin fast so beschäftigt wie Flyn, eine vielgefragte Fernsehschauspielerin. Aber für sie alle ist es ein kleiner Schock, als Arthur innen mit Pearl (
Maureen Stapleton) eine neue Frau an seiner Seite präsentiert ...
"Innenleben" ist einer der leisesten und dialoglastigsten Woody Allen-Filme, dem naturgemäß nahezu jeder Humor fehlte und der oft als Reminiszenz Allens an sein Vorbild Ingmar Bergman gesehen wird - nicht von der Hand zu weisen ... 5 "OSCAR"-Nominierungen konnte er hierfür verzeichnen: Woody Allen selbst als Regisseur und Drehbuchautor, Geraldine Page und Maureen Stapleton als Darstellerinnen, und die Ausstattung von Mel Bourne. Eine Auszeichnung gab es allerdings in diesem Jahr letztendlich nicht...