Während Ingmar in den Bergen ist, kommt allerdings der Prediger Hellgum (
Sven-Bertil Taube) ins Dorf, der eine ganz neue christliche Lehre verkündet. Er und seine Glaubensbrüder wollen ein neues Jerusalem aufbauen, wo alle in Frieden als Brüder und Schwester miteinander leben. Hellgum kann immer mehr Dorfbewohner zu "Hellgumianern" machen, auch Karin und Gertrud. Als Ingmar aus den Bergen zurückkehrt, muss er sich entscheiden, denn Hellgum hat seinen Anhängern verboten mit "Ungläubigen" zu verkehren. Er entscheidet sich gegen den "neuen Glauben" und damit gegen Gertrud. Kurz darauf bricht Hellgum mit seiner Gemeinde nach Jerusalem auf. Ingmar muss tatenlos zusehen, wie Karin "seinen" Hof an einen anderen Bauern verkauft - allerdings mit Hintergedanken. Es ist nämlich vereinbart, dass Ingmar dessen Tochter Barbro heiratet und damit doch noch Hofherr wird. Aber glücklich wird er dabei nicht...
Selma Lagerlöf lieferte die Romanvorlage zu diesem fast dreistündigen Epos, das in manchen Szenen an Bille Augusts Verfilmung des
"Geisterhaus" erinnert. Auch hier zieht er den Zuschauer mitten hinein in das Leben des schwedischen Dorfes mit seinen ganzen Wirrungen. In die deutschen Kinos kam "Jerusalem" erst zwei Jahre nach seiner Entstehung mit einer kleinen Kopienanzahl. Im Gegensatz zu seinen deutsch-amerikanischen Co-Produktionen fehlten August in diesem rein schwedischen Film eben die Stars, die ihn auch international attraktiv gemacht hätten. Schlechter ist er dadurch nicht. Die schwedische Film-Industrie schlug "Jerusalem" übrigens als "besten fremdsprachigen Film" für den "OSCAR" vor, fand bei den "Academy"-Nominierungen allerdings kein Gehör.