Juliet Miller (
Kerry Fox), Alex Law (
Ewan McGregor) und David Stephens (
Christopher Eccleston) leben in einer WG im schottischen Glasgow. Als dort ein Zimmer frei wird, machen sie es sich nicht leicht bei der Suche nach dem neuen Mitbewohner. Ein bisschen `was muss er schon abkönnen und so entwickeln sie ein martialisches Auswahlverfahren. Hugo (
Keith Allen) übersteht die Torturen und darf einziehen. Aber die traute Viersamkeit ist nur von kurzer Dauer.
Denn schon am nächsten Morgen finden sie ihn tot am Bett: Hugo hat sich den "goldenen Schuss" gesetzt - so sieht es zumindest aus. Bei seinen Sachen finden die drei Freunde einen Koffer mit Bargeld und es wird nicht eine Minute diskutiert: Das Geld wird eingesackt, offiziell ist Hugo nie da gewesen und die Leiche wird zersägt und verschachert - Ende. Wäre da nicht die Polizei in Form von Inspektor McCall (
Ken Stott) und ein paar zwielichtiger Gestalten, die auch Anspruch auf Hugos "Erbe" erheben...
Schräg geht es zu im Kino-Debüt von Danny Boyle (
"Trainspotting") - aber nicht so schräg, dass nicht die Story und die Spannung im Vordergrund steht. Boyle schafft es, trotz aller kuriosen und komödiantischen Akzente, die Frage in den Mittelpunkt zu rücken, ob den drei Freunden der große "Wurf" gelingt und sie mit ihrer "Beute" davonkommen. Das sorgt für anderthalb zugleich vergnüglich-unterhaltsame wie spannende Kino-Stunden - eine Kombination, die man nur selten noch findet.