Gelsomina (
Giuletta Masina) wuchs als eines von vielen Kindern in größter Armut auf. Deshalb ist es für die Mutter eine fast willkommene Gelegenheit, als der Gaukler und Kraft-Künstler Zampano (
Anthony Quinn) vorbeikommt und ihr 1.000 Lire für das Kind anbietet, wenn er es als "Assistentin" mitnehmen darf. 1.000 Lire mehr im Haus und ein hungriges Maul weniger zu stopfen, die Mutter lässt Gelsomina gehen. Allerdings können sich das Mädchen und der Vagabund auf Anhieb nicht miteinander anfreunden. Sie macht nicht, was er von ihr verlangt und er bestraft das Mädchen dafür mit Schlägen.
Auf ihrem Weg durch die Lande treffen sie irgendwann auf einen Zirkus, dessen Direktor Colombiani (
Aldo Silvani) die beiden in seine Truppe aufnimmt. Allerdings kann sich der eigenwillige Zampano nicht rechts ins Ensemble einfügen. Als der Clown Matto (
Richard Baseheart) eines Tages versucht, eine eigene Nummer mit Gelsomina auf die Beine zu stellen, dreht Zampano durch und verprügelt Matto. Die Polizei geht dazwischen und verhaftet Zampano, den Colombiani daraufhin entlässt. Gelsomina aber bietet er an, bei ihm zu bleiben. Aber trotz aller Demütigungen scheint sie irgendwie an Zampano zu hängen...
Man kann viel hineininterpretieren in diese kleine Geschichte, sie als Parabel für Mitmenschlichkeit und vieles andere sehen. In jedem Fall aber bewegt Giuletta Masina durch ihr Spiel, insbesondere ihr Mienenspiel. Aber auch Anthony Quinn weiß seine Rolle auszufüllen - ein Glücksgriff natürlich für einen ausländischen Regisseur, zwei solche Mimen zur Verfügung zu haben (bei Masina war es für Fellini ja nicht soo schwer...). "La strada" wurde denn auch - wenngleich erst zwei Jahre nach seiner Entstehung - mit einem "OSCAR" für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet, eine weitere Nominierung gab es für das Drehbuch.