Eddie Moscone (
Joe Pantoliano) betreibt ein "Kautions-Büro" - er stellt Kautionen für verurteilte Verbrecher. So hat er auch 450.000 Dollar für den "Duke" Jonathan Mardukas (
Charles Grodin) herausgelegt, die er nun wohl abschreiben kann. Denn der "Duke" ist flüchtig und in Gefahr, von den Killern des Mafia-Paten Jimmy Serrano (
Dennis Farina) erschossen zu werden, da er diesen als Buchhalter um ca. 15 Millionen Dollar erleichtert hat. Moscones letzte Chance ist Kopfgeldjäger Jack Walsh (
Robert De Niro), ein ehemaliger Cop aus Chicago, der für eine Prämie von 100.000 Dollar Mardukas nach L.A. bringen soll. Nur fünf Tage hat er dafür zeit.
Der Auftrag gestaltet sich auch einfach: Walsh fliegt nach Chicago, "verhaftet" Mardukas in seiner Wohnung und schleppt ihn zum Flughafen in die Maschine nach Los Angeles. Dort gibt Mardukas allerdings vor, panische Flugangst zu haben und der Pilot weist sie an, auszusteigen. Also müssen sich die beiden auf den beschwerlichen Weg mit der Bahn machen. Allerdings haben schon einige Wind von der "Überführungsaktion" bekommen: Neben Serranos Leuten auch Inspektor Alonzon Mosely (
Yaphet Kotto), der den Flüchtigen am liebsten auf der Stelle verhaften würde. Als Moscone einen Tag lang von Walsh nichts hört, setzt er mit Marvin Dorfler (
John Ashton) noch einen zweiten Kopfgeldjäger auf den "Duke" (und Walsh) an, der ihnen schon bald sehr nah auf den Fersen ist...
Martin Brest inszenierte "Midnight Run" als Road-Movie mit witzigem Unterton, dass sich aber nicht allein auf die "Buddy"-Beziehung seiner beiden Hauptdarsteller De Niro und Grodin verlässt, sondern auch durch immer wieder neue Handlungsschauplätze für Abwechslung und Unterhaltung sorgt.