Anfang des 20. Jahrhunderts war der Orient-Express, der zwischen Istanbul und Paris verkehrte das Renommierstück des internationalen Eisenbahnverkehrs. Auch Millionär Rachett (
Richard Widmark) hat eine Fahrkarte bis Paris gelöst - aber die Mühe hätte er sich schenken können. Denn den Zwischenstopp in Jugoslawien, wo der Zug im dichten Schneetreiben stecken bleibt, bekommt er schon nicht mehr bewusst mit: Er ist erstochen worden. Spuren führen keine vom Zug weg, also ist klar: Der Mörder muss noch an Bord sein.
Zum Glück ist noch jemand an Bord: Der belgische Detektiv Hercule Poirot (
Albert Finney). Er versucht nun die Tat zu rekonstruieren und unter den an Bord befindlichen Fahrgästen den Mörder zu finden In Frage kommt zum Beispiel die merkwürdige Greta Ohlsson (
Ingrid Bergmann), aber auch Mrs. Hubbard (
Lauren Bacall), Colonel Arbuthot (
Sean Connery), Gräfin Andrenyi (
Jacqueline Bisset), und, und, und...
Regisseur Sidney Lumet hatte es nicht schwer: Mit einem hochkarätigen Schauspieleraufgebot (
und einer erstklassigen Romanvorlage) schuf er eine der besten Agatha Christie-Verfilmungen (nur schade, dass nicht noch Peter Ustinov den Poirot spielt... - obwohl Finney für seine Darstellung eine "OSCAR"-Nominierung erhielt). Der Lohn waren sechs "OSCAR"-Nominierungen, von denen Ingrid Bergman dann nach
"Das Haus der Lady Alquist" und "Anastasia" ihre dritte "Academy"-Auszeichnung entgegennehmen konnte.