Es ist schon eine ungewöhnliche Partnerschaft zwischen Osmosis Jones, der als Polizist Streife in einem menschlichen Organismus fährt, und Drix, einem Kurzzeiterkältungsdragee. Beide treffen sich im Körper des Tierpflegers Frank (
Bill Murray) - nicht gerade ein Ausbund an Intelligenz und auch trotz der verzweifelten Versuche seiner Tochter Shane (
Elena Franklin) in keiner Minute bereit, sich gesund zu ernähren. So bekommen die "netten Helfer" in seinem Körper jede Menge Arbeit.
Allerdings lauert in diesem offensichtlich perfekt-organisierten Staat, wo sogar ein Bürgermeister dafür sorgt, dass alles geordnet abläuft, eine große Gefahr in Form des Virus "Thrax" oder auch "Der rote Tod". Er hat sich vorgenommen, den gesamten Organismus Franks lahm zu legen - und zwar so unauffällig, dass alles es zunächst für eine harmlose Erkältung halten. Das ist auch der Punkt an dem Drix ins Spiel - bzw. in den Körper - kommt. In seiner ursprünglichen Funktion als Erkältungspille ist er dann auch völlig wirkungslos und überfordert, aber dann trotzdem in der Lage, weiterzuhelfen ...
"Osmosis Jones" ist eine interessante Mischung: Die Realfilm-Rahmenhandlung (mit Bill Murray immerhin auch starbesetzt) ist relativ banal - die eigentliche Handlung spielt sich im Inneren der Hauptperson namens Frank als Zeichentrick ab. Dort kommt es zum ewigen Kampf zwischen Gut und Böse und man kann nebenbei noch einiges über die Funktionsweisen des menschlichen Körpers lernen. Das ganze ist allerdings nicht so angelegt, dass es belehrend wirkt, sondern immer noch mit hintergründigem Humor; besonders, wenn der Film das Zusammenwirken der einzelnen Kräfte im menschlichen Körper mit den Institutionen im Staat vergleicht und der Bürgermeister versucht, das "Volk" von seiner Wiederwahl zu überzeugen. Negativ fallen allerdings ein paar "Ekel-Momente" in den Realfilmsequenzen auf.