Heinrich Lohse (
Loriot) ist ein Mann, der in seiner Arbeit aufgeht. Als Abteilungsleiter der "Deutschen Rohrwerke" ist er ein Musterbeispiel an Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Und er ist immer auf das Wohl seiner Firma bedacht. So denkt er auch nur an die Kosten, als er ein äußerst günstiges Angebot für Radiergummis und Schreibpapier kommt. Ein Angebot, dass Lohse nicht ablehnen kann - leider übersieht er dabei kurzfristig, dass er sein Unternehmen damit für schätzungsweise 40 Jahre mit Schreibmaterialen eingedeckt hat...
Nun hat sein Chef aber genug von dem übereifrigen Angestellten: Er schickt Lohse in den vorzeitigen Ruhestand - und weiß nicht, was er damit anstellt. Denn von nun an übernimmt Heinrich die Leitung im Haushalt, den Ehefrau Renate (
Evelyn Hamann) und Sohn Dieter (
Gerrit Schmidt-Foß) bisher eigentlich recht gut im Griff hatten - glaubten sie zumindest. Mit der Gewissenhaftigkeit eines Buchhalters kontrolliert er nun jeden Schritt und jede Ausgabe - und treibt die Familie damit fast in den Wahnsinn und aus dem Haus...
Nicht ganz so spritzig wie sein Kino-Debüt
"Ödipussi" kommt Loriots zweiter Streich daher - aber der legte ja immer schon mehr wert, auf die gute Karikatur von Personen und Verhaltensmustern. Das gelingt ihm auch hier wieder, sowohl als Drehbuchautor als auch als sein eigener Hauptdarsteller, glänzend ergänzt durch seine Stamm-Partnerin Evelyn Hamann.