Fergus (
Stephen Rea) ist Ire aus Überzeugung, der Kampf für ein eigenständiges Nordirland ist für ihn zur Lebensaufgabe geworden: Er kämpft für die militante IRA. Auf einem irischen Jahrmarkt entführt er zusammen mit ein paar Kumpels den farbigen britischen Soldaten Jody (
Forest Whitaker), um mit der Erpressung der britischen Regierung den Druck wieder einmal zu verstärken. Allerdings ist der Premierminister unnachgiebig und Fergus erhält den Auftrag, die Geisel zu erschießen.
Dazu ist er allerdings nicht in der Lage. Zu sehr hat er sich während der Gefangenschaft mit Jody, der ihm sein halbes Leben erzählt hat, angefreundet. Vor allem von seiner Freundin Dil (
Jaye Davidson), einer Nachtclubsängerin, hat Jody immer wieder erzählt. Fergus beschließt, Jody entkommen zu lassen - dabei rennt dieser allerdings vor ein Armeefahrzeug und ist tot. Fergus selbst muss sich von nun an vor seine Gesinnungsgenossen in Acht nehmen, die wissen, dass er feige war. Er taucht ab, jobbt als Bauarbeiter und sucht Dil auf. Die beiden kommen sich näher...
Die bewegendsten Filme über die IRA und Nordirland kommen von Iren - auch in diesem Fall, Regisseur Neil Jordan pendelte Anfang der 1990er Jahre zwischen Hollywood und kleineren britischen Produktionen. Ausgerechnet dieser britische Film brachte ihm dann aber den Durchbruch: Für insgesamt sechs "OSCAR"s war er nominiert, u.a. als bester Film und für die Regie, für sein Original-Drehbuch konnte Jordan die begehret Trophäe dann mit nach Hause nehmen. Ein bewegender Film mit zumindest einer Überraschung, die aber hier nicht verraten werden soll...