Neun Jahre lang hat der Brite Wilson (
Terence Stamp) im Gefängnis gesessen - nun setzt er zum ersten Mal wieder einen Fuß in die Freiheit und will direkt in die USA reisen. Allerdings nicht, um all das nachzuholen, was er in den letzten Jahren versäumt hat, sondern um in Los Angeles den Tod seiner Tochter aufzuklären und zu rechen. Hauptverdächtiger ist für ihn der Schallplattenproduzent Valentine (
Peter Fonda), ihr ehemaliger Lover.
Der begüterte Medienmann hatte mit Wilsons Tochter Jenny offensichtlich nicht nur auf der Bühne einiges vor. Gleichzeitig pumpte er sie auch mit Drogen voll, ist er doch gleichzeitig eine stadtbekannte Umschlagstelle für Rauschgifte aller Art. Je näher Wilson an Valentine herankommt, um so mehr spürt er die Bedrohung - und versucht, sich von seinen Leibwächtern abschotten zu lassen. Gleichzeitig sieht allerdings auch Wilson in Rückblenden sein bisheriges - nicht gerade tadelloses - Leben an sich vorüberziehen...
Der Erzählstil Steven Soderberghs ist etwas gewöhnungsbedürftig - aber man ist schnell "drin": Bilder aus völlig unterschiedlichen Szenen schneidet er hintereinander, während er aus dem "Off" den Ton kontinuierlich laufen und erzählen lässt. Das macht den Film schneller und "sorgt" für die recht kurze Laufzeit. Die Geschichte ist nicht ohne Reiz und voll auf das "Fern-Duell" zwischen Peter Fonda und Terence Stamp zugeschnitten - beide können in ihren Rollen gefallen.