Die fünf Lisbon-Schwestern leben mit ihren überaus strengen Eltern, einem Mathematiklehrer (
James Woods) und einer streng gläubigen Mutter (
Kathleen Turner), in einer der typischen 1970er Jahre Vorortsiedlugen in den USA. Wohlbehütet im Elternhaus, werden die Schwestern für die Jungs in der Nachbarschaft zu Objekten der Begierde: Faszinierend schön - und vor allem absolut unerreichbar. Allen voran Lux (
Kirsten Dunst), die zweitjüngste der Schwestern, die es nicht nur Mädchenschwarm Trip Fontaine (
Josh Hartnett), besonders angetan hat.
Als die 13-jährige Cecilia (
Hanna R. Hall), die jüngste Schwester, einen Selbstmordversuch unternimmt, ist das der Anfang einer Reihe unvorhersehbarer Ereignisse, deren Eskalation nicht mehr aufzuhalten ist. Auch ihr Psychiater Dr. Hornicker (
Danny DeVito) kann da wenig ausrichten. Immerhin beginnen durch diesen Suizidversuch auch die Eltern nachzudenken und lassen die Zügel etwas lockerer. Die Mädchen dürfen zum ersten (und einzigen) Mal in ihrem Leben eine Party geben - an deren Ende sich Cecilia diesmal "erfolgreich" das Leben nimmt. Irgendwas scheinen die Eltern doch falsch gemacht zu haben. So dürfen in der Folge die anderen Mädchen zum ersten Mal zusammen tanzen gehen, was sie auch - trotz der Aussicht des Vaters - gleich "schamlos ausnutzen". Dadurch schlägt das Pendel bei den Eltern wieder in die andere Richtung aus ...
Erzählt wird die Geschichte der Lisbon-Schwestern in der Retrospektive - und schon am Anfang wird erzählt, dass die "Jungs von damals" sich heute noch bei jedem Treffen darüber unterhalten, wie das wohl alles geschehen konnte. Für den Zuschauer ist dadurch von vornherein klar, dass hier etwas besonderes und schreckliches passiert sein muss, was die Spannung nur noch erhöht. Dennoch ist "The Virgin Suicides", mit dem Sofia Coppola, die 28-jährige Tochter von Regie-Legende
Francis Ford Coppola ihr Kino-Debüt gibt, kein Thriller, sondern ein Drama mit nachdenklichen, aber auch heiteren und romantischen Zügen.