Paris in den 1960er Jahren: Hier lebt der US-Schriftsteller Bill Willis (
Kris Kristofferson) mit seiner Frau Marcella (
Barbara Hershey) und Tochter Charlotte Anne, genannt "Channe" (
Luisa Conlon). Gerade haben sie sich entschlossen als zweites Kind den jungen Benoit (
Samuel Gruen) zu adoptieren - was sich aber zunächst schwierig gestaltet, da die Mutter (
Virginie Ledoyen) zögert, die Adoptionspapiere zu unterschreiben. Schließlich ist aber alles in trockenen Tüchern und nach anfänglichen Schwierigkeiten - auch dadurch, dass Channes Kindermädchen Candida (
Dominique Blanc) den Neuankömmling nicht unbedingt mit offenen Armen aufnimmt, wachsen die beiden heran...
Inzwischen sind Channe (jetzt
Leelee Sobieski) und Billy - wie sich Benoit inzwischen auch nennen lässt - jetzt
Jesse Bradford) 14. Da tritt in Channes Leben zum ersten Mal ein Junge: Francis Fortescue (
Anthony Roth Constanzo) ist neu auf der Schule - und er ist ein bisschen extravagant. Er singt mit einer wunderschönen Falsettstimme und kann mit seiner ganzen Art Channe bald für sich begeistern. Die beiden sind wie Brüderchen und Schwesterchen - oder sogar mehr ... Doch manchmal geht Francis' "einnehmendes Wesen" Channe auch auf den Nerv. Just zu der Zeit erzählt Papa Willis, dass er vor hat, mit seiner Familie zurück in die Vereinigten Staaten zu gehen ...
Immer wieder schafft es James Ivory in seinen Filmen, Gesichten zu erzählen. Künstler sind dabei seine bevorzugten Hauptpersonen, wenn auch der Charakter des Bill Willis nicht auf einer realen Person beruht. Zwei Stunden lang erzählt er die Geschichte rund um "seine" Familie - ohne dabei zu langweilen. Das Ensemble ist erstklassig: Kris Kristofferson überzeugt als raubeiniger aber warmherziger Familienmensch und Leelee Sobieski brilliert als heranwachsender Backfisch. Der englische Originaltitel "A Soldier's Daughter Never Cries" basiert übrigens auf Bill Willis' Lebensmotto, dass er im Film seiner Tochter mit auf den Weg gibt.