Anwalt Jan Schlichtman (
John Travolta) ist mit seiner kleinen Anwaltskanzlei auf Schadenersatzklagen spezialisiert. Jetzt hat er den Fall seines Lebens an Land gezogen: Acht Familien wollen die Verantwortlichen für den Tod ihrer an Leukämie verstorbenen Kinder zur Rechenschaft ziehen. Ihnen voran steht Anne Anderson (
Kathleen Quinlan). Nach ihrer Ansicht sind hochgiftige Chemieabfälle einer nuklearen Einrichtung in den Wasserkreislauf der Stadt Boston gelangt - und haben so den Tod der Kinder verursacht.
Obwohl der Fall anfänglich wenig lukrativ erscheint, sagt Schlichtman schließlich zu - und wittert das große Geld, da zwei Chemie-Giganten für die Unfälle verantwortlich scheinen. Er schafft es auch gegen alle Widerstände, den Fall vor Gericht zu bringen und setzt von nun an alles aufs Spiel: Im Laufe des Prozesses verliert er nicht nur die Kontrolle über den Fall, sondern auch sein Haus und schließlich sogar seine Kanzlei. Trotzedm möchte er der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen und kämpft bis zum Ende...
Steven Zaillans Film basiert auf einem wahren Fall, der sich in den 1980er Jahren in East Woburn/Massachussettes ereignete. Das Drehbuch schrieb der Regisseur dabei selbst - schließlich ist er für sein Buch zu "Schindlers Liste" bereits "OSCAR"-Preisträger. Er machte aus der Geschichte einen spannenden Justizthriller mit von Anfang an ungewissem Ausgang. "Zivilprozess" erhielt zwei Nominierungen für die Kamera und für
Robert Duvall (bester Nebendarsteller) in der Rolle als Schlichtmans Gegenspieler Jerome Facher. Sehenswert ist aber auch die Leistung von Hauptdarsteller John Travolta.