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Asterix bei den Olympischen Spielen - Plakat zum Film

ASTERIX BEI DEN OLYMPISCHEN SPIELEN

("Asterix aux jeux Olympiques")
(F, 2007)

Regie: Frederic Forestier
Film-Länge: 117 Min.
 
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 Kino-Start:
 31.01.2008

 DVD/Blu-ray-Start:
 21.08.2008

 Pay-TV-Start:
 16.08.2009

 Free-TV-Start:
 24.05.2010

"Asterix bei den Olympischen Spielen" - Handlung und Infos zum Film:


Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt… Ganz Gallien? Natürlich nicht! Der listige Krieger Asterix (Clovis Cornillac) und sein keinesfalls dicker, allerhöchstens „etwas fülliger“ Freund Obelix (Gerard Depardieu) trotzen mit ihrem kleinen Dorf weiterhin den übermächtigen Besatzern. Das Leben ist einfach und heiter, eine stete Abfolge von Wildschweinjagden und kleineren Hauereien mit den Legionären aus den Römerlagern der Umgebung. Regelmäßig gekrönt von fröhlichen Dorffesten, bei denen allein der Gesang etwas zu kurz kommt. Und gelegentlich unterbrochen von großen Abenteuern. Ihr neuestes Abenteuer führt die mutigen Gallier zu den Olympischen Spielen ins ferne Griechenland, und daran ist nicht etwa profaner sportlicher Ehrgeiz schuld. Der Grund, sich mit den Besten der Welt zu messen, ist weit romantischer: Liebe!

Die Liebe des jungen Romantix (Stephane Rousseau) nämlich, der sich unsterblich in die liebreizende Prinzessin Irina (Vanessa Hessler) verguckt hat, die Tochter des Griechenkönigs Aderlas (Bouli Lanners). Was allerlei diplomatische Verwicklungen auslöst: Aderlas hat sein schönes Kind eigentlich für eine politische Zweckheirat vorgesehen. Sie soll keinen Geringeren heiraten als Brutus (Benoit Poelvoorde), den Stiefsohn des mächtigen Julius Caesar (Alain Delon). Der machtgierige Fiesling hat zwar alle Hände voll zu tun, mit immer neuen tückischen Plänen seinen Vater vom Thron geradewegs ins Jenseits zu befördern. Dennoch ist er nicht bereit, sich die versprochene Braut von einem dahergelaufenen gallischen Jüngling ausspannen zu lassen. Leider wird ihm die nahe liegendste Lösung – Vierteilen des Nebenbuhlers – durch einen listigen Schachzug Irinas verbaut: Sie verspricht ihre Hand demjenigen, der die Olympischen Spiele gewinnt.

So machen sich neben Delegationen aus dem gesamten Römischen Imperium auch die Gallier auf den Weg ins antike Olympia. Aus Rom tritt Brutus zum großen Kampf um Ruhm, Ehre und Irina an. Selbstverständlich ist auch Redkeinstus (Michael Herbig), Brutus’ rechte Hand, dabei. Immer ein Mann der Tat, in letzter Zeit allerdings kein Freund großer Worte mehr. Dazu Doktormabus (Santiago Segura), berühmt-berüchtigter Spezialist für allerlei chemische Verbindungen, die Menschen schneller und stärker machen. Oder tot. Außerdem eine Hundertschaft der besten Athleten des römischen Imperiums und natürlich die Leibwache unter dem bewährten Kommando des Zenturio Obstinatus (Alexandre Astier). Man weiß schließlich nie, was einen im Ausland erwartet.

Rein zahlenmäßig müssten sich die gallischen Olympioniken also als die krassen Außenseiter dieser Spiele fühlen. Dass ihr Motto bei der Eröffnungsfeier trotzdem nicht "dabei sein ist alles!" lautet, liegt an dem Zaubertrank ihres Druiden Miraculix (Jean-Pierre Cassel), der ihnen zwar keine Flügel, aber immerhin unbesiegbare Kräfte verleiht. Genau dies jedoch sorgt bereits nach den ersten Disziplinen für einen olympischen Eklat: Nach einer Beschwerde der römischen Delegation müssen sich die gallischen Sportler dem gefürchteten "Käfer-Doping-Test" unterziehen. Der verläuft positiv und die meist unbestechlichen Richter der Spiele können nur zu einem Urteil kommen: Der gallische Zaubertrank wird auf die Liste der illegalen Dopingmittel gesetzt, seine weitere Einnahme vor den Wettkämpfen wird untersagt.

Ein herber Rückschlag für das tapfere gallische Team! Zumal die fast immer unbestechlichen olympischen Richter angesichts Brutus’ eigenwilliger Auslegung der Wettkampfregeln im weiteren Verlauf der Spiele Fünfe gerade sein lassen, um nicht gevierteilt zu werden und um statt dessen einen erheblichen Batzen goldener Sesterzen durch Drei teilen zu können. Aber Asterix wäre nicht Asterix würde ihm nicht einfallen, dass auch Listigkeit Stärke ist und dass Psychologie im Sport einen entscheidenden Einfluss auf Sieg und Niederlage hat.

Besonders dann, wenn sich der Gegner allzu siegessicher wähnt, wie in diesem Fall. Der größenwahnsinnige Brutus nämlich plant längst, Olympia zum Schauplatz seines größten Triumphes zu machen. Längst geht es nicht mehr nur um goldene Medaillen und schöne Griechenprinzessinnen. Auch die Frage nach der Macht in Rom soll sich an diesem historischen Ort entscheiden.

Um ganz sicher zu gehen setzt Brutus die Präparate des Doktormabus ähnlich exzessiv und auffällig ein, wie es 2000 Jahre später so manche Ostblock-Leichtathleten mit Anabolika und Steroiden taten. Was ihm wenig Freunde im Stadion schafft: Das Publikum auf den Rängen murrt, es will saubere Spiele! Genau die hat – neben Brot – das Römische Reich seinen Untertanen schließlich immer garantiert. Womit schnell klar ist, dass nur einer Olympia wieder ins Lot bringen kann: Julius Caesar höchstpersönlich ist gefordert, den Sport vor dem Niedergang zu bewahren und dem Volk den Spaß daran zurück zu geben.

Der zeigt einmal mehr, dass er zu Recht als Feldherr gefürchtet, als Herrscher jedoch geachtet wird und – ganz nebenbei – seinen Stiefsohn auch lieber gegen ein sympathischeres Exemplar umtauschen würde. Seine weise Entscheidung lautet: Die Ergebnisse der bisherigen Wettkämpfe sind ungültig. Der Gesamtsieg der Olympischen Spiele wird in deren finaler Sportart ermittelt: dem großen Wagenrennen! Haben die tapferen Gallier also doch noch eine letzte Chance…?

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 22.12.2007

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