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Die Päpstin - Plakat zum Film

DIE PäPSTIN

(D, 2009)

Regie: Sönke Wortmann
Film-Länge: 148 Min.
 
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 Kino-Start:
 22.10.2009

 DVD/Blu-ray-Start:
 08.04.2010

 Free-TV-Start:
 19.12.2011

"Die Päpstin" - Handlung und Infos zum Film:


Ingelheim, im Winter des Jahres 814. In ärmlichen Verhältnissen wird ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht, wovon der Vater (Iain Glen) allerdings wenig begeistert ist. Er gibt ihr den Namen Johanna, während die Mutter (Jördis Triebel) das Neugeborene überglücklich in die Arme schließt.

Fünf Jahre später: Johanna (jetzt: Johanna Wokalek) ist zu einem wissbegierigen, klugen Mädchen herangewachsen, das ebenso wie ihre älteren Brüder Matthias und Johannes lernen möchte. Doch ihr Vater, der Priester des Dorfes, ist der Meinung, dass Bildung für Mädchen nur Verschwendung sei. Also überredet Johanna Matthias, ihr heimlich Lesen, Schreiben und Latein beizubringen. Doch Matthias erkrankt an einem tödlichen Fieber.

Eines Tages kommt ein Besucher in ihr Dorf: Aesculapius (Edward Petherbidge), der Leiter der Domschule – statt Matthias soll nun Johannes in die Scola gehen. Doch als Aesculapius ihn in Latein prüft, erweist er sich als nicht besonders begabt. Johanna dagegen, die kurzerhand die Bibel in die Hand nimmt, beeindruckt Aesculapius mit ihrem flüssigen Latein und ihrer Auslegung einer Bibelstelle. Er beschließt, auch sie bei seinen Besuchen im Dorf zu unterrichten.

Doch bald darauf wird Aesculapius von seinem Posten abberufen. Als Abschiedsgeschenk überreicht er Johanna ein Buch: Homers "Odyssee" auf Griechisch und Latein. Unglücklicherweise findet Johannas Vater das "heidnische" Buch und prügelt sie zur Strafe mit einem Stock bewusstlos. Als einige Zeit später ein Bote des Bischofs ins Dorf kommt und Johanna an die Domschule mitnehmen soll, bewirkt der Vater, dass stattdessen Johannes mitgehen darf; Johanna flüchtet noch in derselben Nacht aus dem Dorf. Ihr gelingt es, gemeinsam mit ihrem Bruder an der Scola in Dorstadt aufgenommen zu werden – auch den Bischof, einen genusssüchtigen Lebemann, der die Geschwister während eines Festgelages empfängt, imponiert sie mit ihrer Gelehrsamkeit. Beeindruckt ist auch Graf Gerold (David Wenham), einer der Gäste des Festmahls; er bietet an, Johanna bei sich aufzunehmen.

Auch wenn Johannas Anwesenheit Richild, der Frau von Gerold, und Odo, dem Schulmeister, missfällt, verbringt Johanna in Mainz eine glückliche Jugend. In Gerold findet sie einen Verbündeten. Aus der anfänglichen Vater-Tochter Beziehung entwickelt sich über die Jahre eine enge Freundschaft. Als Gerold in den Krieg gegen ein Normannenheer ziehen muss, können sie ihre Liebe füreinander nicht länger verbergen: An einem Bachufer küssen sie sich leidenschaftlich. Odo beobachtet zufällig die Szene und schwärzt sie bei Richild an. Nach Gerolds Weggang ist nun für sie die Chance gekommen, Johanna loszuwerden. Sie lässt Johanna mit dem stumpfsinnigen und ungebildeten Sohn des Schmieds verheiraten. Doch gerade als die beiden vor den Traualtar treten, überfallen Normannen die Stadt. Sie dringen in die Kirche ein und töten die ganze Versammlung, darunter Gerolds Familie, den Bischof und auch Johannes. Nur Johanna bleibt, bewusstlos hinter dem Altar verborgen, verschont. Wieder erwacht, flieht sie aus der brennenden Stadt. Nach einem langen Ritt trifft sie eine folgenreiche Entscheidung: Sie schneidet sich die Haare ab, schnürt sich die Brust flach und legt Männerkleidung an.

Drei Jahre später: Unter dem Namen Johannes Anglicus (ihr Vater stammt aus Britannien) wurde sie im Benediktinerkloster in Fulda aufgenommen und arbeitet als Assistent des Medicus – die Wirkung heilsamer Kräuter hatte ihr seinerzeit die Mutter beigebracht. Dort verbringt sie glückliche Jahre, lebt dabei jedoch in ständiger Furcht, dass ihr Geheimnis entdeckt wird. Wo der allzu strenge Abt den Armen seine Hilfe verweigert, springt sie ein, um ihre Not zu lindern. So steht sie einer Familie bei, die irrtümlich als leprakrank gilt und verbannt werden soll: Sie pflegt sie gesund und kümmert sich um die vier Kinder. Doch als sich eines Tages eine Fieberepidemie im Kloster ausbreitet und auch Johanna erkrankt, ist sie in höchster Gefahr, entdeckt zu werden. In letzter Sekunde verhilft ihr der weise alte Medicus zur Flucht – er weiß seit Jahren, dass sie eine Frau ist.

Auf einem Kahn treibt sie im Fieberwahn flussabwärts und wird schließlich von einer Familie aufgelesen und gesund gepflegt – eben jener Familie, der sie damals das Leben rettete. Eine Zeitlang bleibt sie dort und unterrichtet die kleine Tochter. Doch Johanna spürt, dass ihre Bestimmung eine andere ist, dass Gott ihr einen anderen Weg weist. So entscheidet sie, als Mann verkleidet, eine Pilgerreise nach Rom zu unternehmen.

Dank ihrer Heilkunst erwirbt sie sich in Rom schnell den Ruf eines Wunderheilers. Im Jahr 843 – Johanna hat bereits drei Jahre in Rom verbracht – verbreitet sich die Nachricht, Papst Sergius (John Goodman) sei schwer krank; hinter den Kulissen wird schon um seine Nachfolge gerungen, vor allem der päpstliche Nomenklator Anastasius (Anatole Taubman) strebt den Stuhl Petri an und hat faktisch bereits die Macht übernommen. Im Lateran, dem Palast des Papstes, hat man schon vom Heiler aus dem Frankenland gehört – Anastasius Plan ist es, den Papst am Leben zu erhalten, um so weiterhin als Strippenzieher im Hintergrund agieren zu können.

Johanna wird in den Lateran gerufen und sieht sich den Ärzten gegenüber, die den Papst schon so häufig zur Ader gelassen haben, dass er mehr tot als lebendig ist. Johanna stellt sofort fest, dass er an der Gicht leidet. Sie behandelt ihn mit Heilkräutern und setzt ihn auf eine strenge Diät. Schon nach einer Woche sind die Schmerzen fort. Sergius wünscht, dass sie im Lateran bleibt. Zum Entsetzen von Anastasius drängt Johanna den Papst dazu, dem Alkohol und dem ungesunden Lebensstil zu entsagen und seine Pflichten als Papst wieder selbst in die Hand zu nehmen. Johanna wird zu Sergius‘ Leibarzt und engstem Berater.

Doch als die Truppen des Frankenkönigs Lothar (Alexander Held) – unter ihnen auch sein Lehnsmann Graf Gerold – vor den Toren der Stadt stehen, ist guter Rat teuer. Lothar fordert die Unterwerfung des Papstes unter seinen Befehl. Auf den Stufen des Palastes kommt es zur Entscheidung. Sergius ruft Gott um ein Zeichen an: Da fallen die Pforten des Palastes donnernd zu. Lothars Truppen gehen ehrfürchtig auf die Knie, und auch Lothar muss sich beugen. Gerold aber hat in dem "Zeichen" das Prinzip des hydraulischen Apparats wiedererkannt, den er einst mit Johanna zusammen gebaut hatte. Er folgt ihr und findet sie in einer Kapelle, wo sie flehentlich betet und Gott fragt, wieso er sie mit Gerolds Anwesenheit erneut auf die Probe stellen muss. Ihre Liebe erweist sich schließlich stärker als ihre Standhaftigkeit. Im Morgengrauen nach ihrer Liebesnacht läuten die Glocken Roms. Als Johanna den Lateranpalast betritt, findet sie den Papst vergiftet vor.

Bei der Wahl des neuen Papstes, der vom römischen Volk bestimmt wird, werden Stimmen aus dem Volk gegen den Kandidaten Anastasius laut. Als Johanna die Vorwürfe bezeugen will, steht ihr plötzlich ein bewaffneter Gehilfe Anastasius gegenüber. Sie flüchtet in ihre Gemächer. So entgeht ihr, dass der gütige Bischof Eurigis sie als Gegenkandidaten vorschlägt. Gerade will sie mit Gerold aus Rom fliehen, da dringt die Palastwache ein und man verkündet ihr, dass sie der neue Papst sei.

Als Papst setzt Johanna ihr riskantes Spiel fort; sie macht Gerold zum Chef der Leibwache, während sie kirchliche Reformen einleitet und die Not der Armen lindert. Doch dann wird Johanna von Gerold schwanger – nun ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Schwindel auffliegt und Johanna eine grausame Strafe erwartet…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 15.08.2009


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