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Hunting Party - Wenn der Jäger zum Gejagten wird - Plakat zum Film

HUNTING PARTY - WENN DER JäGER ZUM GEJAGTEN WIRD

("Hunting Party")
(USA, 2007)

Regie: Richard Shepard
Film-Länge: 103 Min.
 
"Hunting Party - Wenn der Jäger zum Gejagten wird" auf DVD bestellen
DVD:  10.50 EUR
  


 Kino-Start:
 29.11.2007

 DVD/Blu-ray-Start:
 23.06.2008

 Pay-TV-Start:
 28.03.2009

 Free-TV-Start:
 25.02.2010

"Hunting Party - Wenn der Jäger zum Gejagten wird" - Handlung und Infos zum Film:


Der Fernsehreporter Simon Hunt (Richard Gere) und sein Kameramann Duck (Terrence Howard) sind ein eingespieltes Team. Seit Jahren arbeiten sie schon zusammen, berichten von den gefährlichsten Krisengebieten dieser Welt. Ob Bosnien oder der Irak, Somalia oder El Salvador, sie waren da, mitten im Kampfgeschehen. Gemeinsam sind sie tödlichen Geschossen ausgewichen, haben brandheiße Reportagen abgeliefert und Preise gesammelt. Cool hat Simon sie stets entgegengenommen, dabei immer wieder lapidar bemerkt, dass sie eigentlich wie Hämorrhoiden seien: "Wenn man nur lange genug dabei ist, kriegt jeder Arsch einen."

Duck wurde im Laufe ihrer gemeinsamen Arbeit viermal verwundet, Simon hat nie auch nur einen Kratzer abbekommen. Die Beiträge des Duos sind legendär – das Geheimnis ihrer Qualität liegt in der Tatsache, dass Simon mit Herzblut berichtet, den Dingen auf den Grund geht. Und dann, im Winter 1994, an einem kalten grauen Tag ändert sich alles. Simon verliert die Nerven, dreht durch. In einem kleinen bosnischen Dorf namens Polje hat ein Massaker stattgefunden. Überall liegen Leichen. Frauen und Kinder laufen schreiend umher. Hunt wird live zum Muttersender in die USA geschaltet. Wütend reagiert er auf die nüchternen Fragen des Chefmoderators Franklin Harris (James Brolin). Er beschimpft ihn, zieht einen Flachmann aus der Jackentasche und nimmt einen tiefen Schluck. Das Ende einer erfolgreichen Karriere - "Fuck Off" schreibt er sich auf den Allerwertesten und reckt ihn seinem Freund Duck entgegen, als er das Flugzeug in die Heimat besteigt.

Auch Duck kehrt bald darauf in die Staaten zurück. Man hat ihm einen bequemen Posten in New York angeboten. Er ist jetzt Chefkameramann von Franklin Harris – vielleicht eine kleine Kompensation dafür, dass er die "Launen" Hunts so viele Jahre lang hat ertragen müssen. Die Bezahlung stimmt und auch die Arbeitszeiten. Er wohnt nur noch in den besten Hotels, wird dabei von den schönsten Frauen begleitet. Simon Hunt hingegen hat es schwer, sehr schwer. Er trinkt zu viel, nimmt Drogen und arbeitet an vorderster Front. Für unwichtige Fernsehanstalten und mickerige Kabelsender, noch dazu für sehr wenig Geld. Er arbeitet sogar dort, "wo andere Reporter sich nicht einmal trauen hinwegzufliegen". Und auf einmal ist er verschwunden. Sein alter Kumpel Duck wälzt sich währenddessen in seidenen Laken und ist glücklich. Zumindest denkt er das...

Fünf Jahre später, im Herbst 2000, kehrt Duck mit dem Grünschnabel-Reporter Benjamin Strauss (Jesse Eisenberg), Sohn des Vize-Präsidenten des Senders, nach Sarajevo zurück, um über die Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des Kriegsendes zu berichten. Harris will einen Beitrag über die Versöhnung zwischen Serben und Moslems drehen. Sie fahren durch die zerschossene Stadt, sehen überall noch die Schäden des Krieges. Einschusslöcher, Krater, eingestürzte Häuser und dazwischen Minarette, die sich trotzig in den Himmel recken. Im Holiday Inn – wo laut Werbeslogan jeder Tag ein Feiertag ist –, damals wie heute Hauptquartier der internationalen Presse, steigt das Trio ab. An der Bar trifft Duck alte Kollegen und Freunde. Man trinkt, tauscht Anekdoten aus und macht reichlich Witze auf Kosten der "Jungfrau" Benjamin. Hier hört der Neuling auch erstmals von Dr. Boghdanovic, genannt "Der Fuchs". Ein Kriegsverbrecher, der einst die Ermordung und Vergewaltigung tausender muslimischer Frauen befehligte. Fünf Millionen Dollar sind auf seine Ergreifung ausgesetzt.

Stunden später, nach reichlich Slibowitz und Bier, geht Duck auf sein Zimmer – wo im Dunkeln Simon Hunt auf ihn wartet! Nach kurzer, freudiger Begrüßung kommt Simon zur Sache. Er braucht einen Kameramann, der mit ihm sogenannte "Aufsager" filmt, da er Berichte an deutsche, jamaikanische und andere Sender verkaufen will. Zahlen kann er Duck jedoch nichts. Ohne zu zögern willigt dieser dennoch ein. Und schon rückt Simon mit seinem wahren Anliegen heraus. Er möchte ein Comeback starten, mit dem Trinken aufhören und wieder seriösen Journalismus betreiben - und die entsprechend heiße Geschichte hat er auch schon. Doch dazu braucht er die Unterstützung Ducks. Ohne zu fragen, worum es überhaupt geht, lehnt dieser energisch ab. Er hat drei Wochen Urlaub und will in zwei Tagen in Griechenland seine Freundin (Joy Bryant) treffen. Enttäuscht stürmt Simon aus dem Zimmer.

Am nächsten Tag nach Ende der Feierlichkeiten trifft Simon mit "Facelift" Franklin, Duck und Benjamin zusammen. Man tauscht gequält Nettigkeiten aus und Hunt dreht seine Aufsager. Anschließend lässt er Duck gegenüber die Bombe platzen: Er weiß angeblich, wo der "Fuchs" sich aufhält. Er will ihn stellen, ein Interview führen und natürlich das Kopfgeld einstreichen. Duck hält Hunt für verrückt und die Aktion für undurchführbar. Schließlich wissen weder die UN-Truppen, die CIA noch das Militär, wo der Mann steckt. Hunt bleibt hart, überzeugt Duck davon, dass es sehr wohl möglich ist, den "Fuchs" zu stellen. Angeblich hält er sich in dem kleinen Dorf Celebici an der Grenze nach Montenegro auf, wo bosnische Serben ihn schützen. Ducks Widerstand ist gebrochen. Er ruft seine Freundin an und verschiebt seinen Trip um zwei Tage.

Da tritt zu allem Überfluss Benjamin an Duck heran und bittet darum, bei der Geschichte mitmachen zu dürfen. Er lässt sich nicht abschütteln und verweist auf seinen exzellenten Harvard-Abschluss. Außerdem will er seinem Vater beweisen, dass er das Zeug zu einem guten Reporter besitzt. Nach einigem Hin und Her stimmt Duck zu ihn mitzunehmen – nicht ohne dem Nachwuchsjournalisten mit Boghdanovics sadistischem Leibwächter Srdjan (Goran Kostic) Angst einzujagen. Dieser trägt ein nihilistisches Tattoo auf der Stirn, das in kyrillischer Schrift besagt: "Ich bin schon am Tag meiner Geburt gestorben". Auch bekommt Benjamin zu hören, dass die Serben im "Fuchs" einen Gott sehen, für den sie nach wie vor zu sterben bereit sind. Benjamin lässt sich dennoch nicht abschrecken und steigt in den "geliehenen" Mercedes von Hunt ein. Duck nimmt auf dem Rücksitz Platz und greift gewohnt fröhlich zur Gitarre…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 09.11.2007

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