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In ihrem Haus - Plakat zum Film

IN IHREM HAUS

("Dans la maison")
(F, 2012)

Regie: Francois Ozon
Film-Länge: 105 Min.
 
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DVD:  9.35 EUR
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Blu-ray:  10.95 EUR
 


 Kino-Start:
 29.11.2012

 DVD/Blu-ray-Start:
 18.04.2013

 Free-TV-Start:
 30.11.2014

"In ihrem Haus" - Handlung und Infos zum Film:


Monsieur Germain (Fabrice Luchini) ist frustriert. Dieser Schülerjahrgang ist noch schlechter als alle zuvor dagewesenen, was er nicht für möglich gehalten hätte, erzählt er seiner Frau Jeanne (Kristin Scott Thomas), während er am Küchentisch die letzten Hausarbeiten korrigiert. Germain liebt Literatur über alles, davon zeugt auch die Fülle von Büchern in dem schicken kleinen Apartment, das er mit Jeanne, Galeristin für moderne Kunst, bewohnt.

Da weckt ein Aufsatz sein Interesse, er liest ihn laut seiner Frau vor. Während die anderen Schulaufsätze nur von Fastfood und Fernsehshows handeln, schildert Claude (Ernst Umhauer) auf sprachlich äußerst geschickte Weise, wie er sich in das Haus seines Mitschülers Rapha jr. (Bastien Ughetto) einschleicht unter dem Vorwand, ihm bei den Mathe-Hausaufgaben zu helfen. Seiner genauen Beschreibung des Inneren des Hauses und seiner Mittelklasse-Bewohner erliegt nicht nur Germain. Auch Jeanne ist fasziniert. Zwar brandmarkt sie Claudes Vorgehen als voyeuristisch, doch ihre Neugier ist geweckt. Sie brennt darauf, mehr über diese Familie zu erfahren, die so ganz anders lebt als sie selbst und ihr Mann: ein kinderloses, gut situiertes, in der Kulturszene verwurzeltes Ehepaar.

Germain beginnt, seinen wissbegierigen Schüler zu unterrichten. In Einzelstunden erklärt er ihm, wie eine Geschichte aufgebaut wird, was Spannungsbogen und Figurenentwicklung bedeuten, und blüht dabei immer mehr auf. Am Anfang erklärt er Claude zwar, dass der gar nicht wirklich ins Leben der Menschen eindringen muss, die als Vorlage seiner Figuren dienen, doch als der gelehrige Schüler erklärt, er brauche das reale Anschauungsobjekt für seine Fantasie, ermuntert er seinen Schüler, seine Beobachtungen fortzusetzen.

So schleicht sich Claude immer tiefer ein ins Leben der Familie Artole. Unter dem Vorwand, Rapha jr., für den Claude schnell zum besten Freund wird, das Universum der Mathematik näher zu bringen, wird er von dessen Vater Rapha sen. (Denis Menochet) schnell akzeptiert und integriert. Die Männer laden ihn ein zum Basketballspielen, ihrem Lieblingssport, teilen Pizza und Sportabende vor dem Fernseher mit ihm. Ablehnend reagiert dagegen zunächst die Mutter, Esther (Emmanuelle Seigner), eine schöne, sinnliche Frau, die ihre Rolle als Hausfrau und Mutter liebt, die sich aber auch langweilt und ihrem Traum nachhängt, als Innenarchitektin zu arbeiten. Instinktiv misstraut sie dem Eindringling, wohl aus einem Gefühl heraus, ihre Lieben schützen zu müssen. Doch Claude gewinnt auch ihr Vertrauen, und je näher Esther ihn an sich heran lässt, desto verwirrender werden seine Gefühle ihr gegenüber. Längst hat er sich in Esther verliebt und umgarnt sie mit allen Finessen seiner jugendlichen Obsession. Suchte Claude zunächst das, was ihm als mutterlosem Sohn aus armen Verhältnissen, der seinen kranken Vater zu versorgen hat, fehlt, nämlich die Geborgenheit der Familie, sehnt er sich immer mehr nach einer leidenschaftlichen Liaison mit Esther.

Begierig verschlingen Germain und Jeanne jedes neue, von Claude beschriebene Kapitel der Enthüllungen aus dem Hause Artole. Mit "Fortsetzung folgt" endet jede der Geschichten. Ermuntert durch Germains Unterstützung verliert Claude bald jede Zurückhaltung. Germain, selbst ein verhinderter Schriftsteller, dessen einziger Roman zwar gedruckt wurde, aber erfolglos blieb, durchlebt noch einmal einen Teil seiner Jugend und schöpft neue Hoffnung. Immer weiter entfremdet sich seine Frau dabei von ihm, mit deren Verständnis zeitgenössischer Kunst er noch nie viel anfangen konnte. Dabei wird Jeanne von veritablen Zukunftsängsten geplagt: ein neuer Eigentümer will ihre Galerie verkaufen, wenn es ihr nicht gelingt, geschäftlich erfolgreich zu arbeiten.

Tiefer und tiefer gerät Germain in den Sog von teils in der Realität, teils in der Fantasie stattfindenden Ereignissen. Dabei verliert der Lehrer zusehends sein Urteilungsvermögen zwischen Recht und Unrecht, bis nicht nur ihn schließlich die Ereignisse, die er sehenden Auges herbeigeführt hat, auf ungeahnte Art einholen und aus der Bahn werfen...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 01.12.2012

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