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Nanga Parbat - Plakat zum Film

NANGA PARBAT

(D, 2009)

Regie: Joseph Vilsmaier
Film-Länge: 100 Min.
 
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 Kino-Start:
 14.01.2010

 DVD/Blu-ray-Start:
 05.11.2010

 Pay-TV-Start:
 29.01.2011

 Free-TV-Start:
 04.01.2012

"Nanga Parbat" - Handlung und Infos zum Film:


Mai 1957, Vilnöss, Südtirol. Zwei Jungs klettern die Friedhofsmauer hoch, der Pfarrer schüttelt den Kopf und stellt sie zur Rede. Auch zu Hause gibt es deswegen Ärger, aber Reinhold und Günther Messner, 13 und 11 Jahre alt, lassen sich davon nicht beeindrucken. Sie wollen nur eins: raus aus der Enge des heimatlichen Tals und klettern. Sie träumen von den fernen Gipfeln des Himalayas, die sie besteigen werden, irgendwann. Ihr Ziel: der Nanga Parbat, der 8.125 Meter hohe "Schicksalsberg".

Zehn Jahre später machen sich die Brüder durch spektakuläre Erstbesteigungen in den Dolomiten einen Namen, aber der Alltag holt sie ein – Reinhold (Florian Stetter) studiert, Günther (Andreas Tobias) arbeitet in einer Bank. Aber ihren Traum tragen sie weiter im Herzen. 1969 dann die große Chance für Reinhold. Er erhält eine Einladung vom renommierten Expeditionsleiter Dr. Karl Maria Herrligkoffer (Karl Markovics), an der Expedition zur bisher undurchstiegenen 4.500 Meter hohen Rupalwand des Nanga Parbat teilzunehmen, der höchsten Steilwand der Erde. Der "Spaß" kostet ihn 3.000 Mark.

Günther fühlt sich zurückgesetzt, wieder mal hat der ältere Bruder die besseren Karten. Bei einem Besuch in München erzählt Herrligkoffer Reinhold von der tragischen Besteigung, bei der sein Halbbruder kurz vor dem Gipfelsieg zu Tode kam und warnt ihn "Der Himalaya ist nichts für Einzelgänger". Ist es Fügung oder Schicksal? Ein Expeditionsmitglied springt ab und Reinhold legt seinem Bruder am Heiligabend einen Umschlag unter den Tannenbaum. Das schönste Weihnachtsgeschenk, Günther darf als Ersatzmann mitkommen.

Mit dem Motorrad rauscht das glückliche Duo Richtung München. Der Mutter (Lena Stolze) muss Reinhold beim Abschied versprechen, den Günther heil zurückzubringen. Auf dem Marienplatz in München posieren die Expeditionsteilnehmer fürs Abschiedsfoto. Herrligkoffer drängt sich in den Vordergrund, kein gutes Vorzeichen für eine harmonische Zusammenarbeit. Der Gipfelangriff ist für die Sonnenwende um den 21. Juni herum geplant. Die Gruppe landet 1970 in Pakistan, bezieht Quartier in Rawalpindi in der Provinz Punjab. Am Horizont der geheimnisumwitterte Berg, das Ziel ihrer Wünsche. Sie möchten am liebsten sofort aufbrechen, aber nach Wochen hängen sie immer noch in ihrem einfachen Zimmer, das Surren des Ventilators macht mürbe. Die Kosten explodieren, die Expedition steht unter keinem guten Stern. Da gibt es noch eine klitzekleine Hoffnung: Senator Dr. Burda, der die Vorabdrucksrechte an der Expedition bezahlt hat, weilt in Rawalpindi und Reinhold gelingt es, ihn durch Offenheit und Ehrlichkeit zu beeindrucken und als Mäzen zu gewinnen. Endlich ist es so weit, es kann losgehen. Das Flugzeug umkreist die Bergwelt, da ist er der Nanga Parbat ganz nah und doch so fern, einfach majestätisch. Je näher der Aufstieg rückt, umso mehr steigt die Spannung zwischen den unterschiedlichen Charakteren. Welten trennen den autoritären Herrligkoffer und den Freigeist Reinhold, es prallen unterschiedliche Lebensgefühle, Generationen und Wertehierarchien aufeinander.

Erst einmal ist die Stimmung im Basislager jedoch gut, das Wetter schön und das Objekt der Begierde zum Greifen nah. Doch statt Bergkameradschaft ist Konkurrenz zu spüren. Zur Mannschaft gehört auch der österreichische Heeresbergführer Felix Kuen (Steffen Schroeder), der sich sicher gibt, vor Reinhold den Gipfel zu erklimmen. Drei Höhenlager sind aufgebaut. Zwei Gruppen arbeiten sich den Berg hinauf, Meter für Meter, Schritt für Schritt. Der Wettlauf hat begonnen. Die Männer nähern sich vom Hochlager aus der "Todeszone". Günther soll mit zwei anderen die Merkl-Rinne versichern, damit Reinhold, Felix und Peter zum Gipfel steigen können und ist gekränkt über diese Zurücksetzung.

Die Wettersituation ist nicht eindeutig. Da es keine Möglichkeit für einen Funkkontakt gibt, wird der Wetterbericht an die Mannschaft mittels Leuchtraketen durchgegeben, Blau steht für gutes Wetter, Rot für schlechtes. Schließlich steigt eine rote Rakete gen Himmel. Das Aus für die Expedition? Nicht für Reinhold Messner, der sich vorgenommen hatte, es bei schlechtem Wetter alleine zu versuchen. Der Berg scheint mit den Menschen zu spielen, zeigt sich wieder frei und zugänglich. Reinhold steigt vom letzten Lager aus im Alleingang zum Gipfel. Günther, der eigentlich den Rückweg sichern soll, folgt ihm vier Stunden später nach, ohne Seil, Zelt und Proviant. Er will nicht wieder der Zweite sein, sondern mit seinem Bruder den Gipfel erobern.

Reinhold ist über dessen Entscheidung außer sich, die Seile fehlen, es besteht die Gefahr oben ohne Ausrüstung in eisiger Kälte übernachten zu müssen, denn Günther ist erschöpft durch den schnellen Nachstieg. Aber er erinnert sich an ihre gemeinsame Zeit als Kinder und den Schwur "wir gehören zusammen". Beim schweigenden Aufstieg im Nebel sehen sie keine Hand vor Augen. Dann reißt der Nebel auf, der Berg erwartet sie in klarem Licht. Geschafft! Sie haben den 8.125 Meter hohen Nanga Parbat über die bisher noch nie durchstiegene Rupalwand, die höchste Steilwand der Erde, bezwungen. Sie machen Fotos, lachen, liegen sich in den Armen wie damals, als sie noch vom Nanga Parbat träumten. Beim Abstieg wird Günther höhenkrank, die Beine versagen, er hustet, Schwindel erfasst ihn. Ohne Ausrüstung ist ihre Überlebenschance gleich Null. Die beiden sitzen im Sturm fest, Günther spürt nichts mehr, fühlt nur noch Todesangst, Reinhold macht ihm Mut. Nach einer eisigen Nacht in 7.800 Meter Höhe will er Hilfe suchen und tröstet den Geschwächten, hofft, dass die andere Gruppe auf dem Weg zu ihnen ist. Felix, selbst beim Aufstieg zum Gipfel, kann ihnen nicht helfen, sie verstehen einander nicht, die Rufe verhallen. Es ist unmöglich für Felix, zu Reinhold zu klettern. Die Brüder sind auf sich alleine gestellt. Ein Martyrium beginnt. Zu Hause ahnt die Mutter das unvermeidliche Unglück.

Am zweiten Tag in der Todeszone pfeift der Wind, Schnee stürzt herab, Günther kann sich nicht mehr bewegen, es droht ein Schneeabgang. Mit letzter Kraft zerrt Reinhold den Bruder mit, Günther stürzt und rutscht, weint vor Erschöpfung. Am dritten Tage bittet er Reinhold, ihn allein zurückzulassen und sich selbst zu retten. Für Reinhold eine Unmöglichkeit. Nach einem weiteren Tag in der Todeszone steigen die beiden in die Diamirflanke auf der Westseite des Berges ab. Hilfe ist dort nicht zu erwarten. Während sie um ihr Leben kämpfen, erklimmen Felix und Peter (Sebastian Bezzel) den Gipfel, fühlen sich als Sieger. Herrligkoffer gibt dem Brüderpaar keine Chance mehr. Reinhold halluziniert und glaubt einen Geist zu sehen, der sie führt. Er geht dann schließlich voran, um den besten Weg für beide zu suchen, Günther folgt in großem Abstand. Und da passiert es. Günther wird von einer Eislawine erfasst und in die Tiefe gerissen. Reinhold geht wieder bergauf, sucht verzweifelt nach ihm, gräbt mit den Händen, vergebens. Der Berg hat sein Opfer gefordert...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 11.12.2009


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