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Waltz With Bashir - Plakat zum Film

WALTZ WITH BASHIR

(IL/D/F, 2008)

Regie: Ari Folman
Film-Länge: 87 Min.
 
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 Kino-Start:
 06.11.2008

 DVD/Blu-ray-Start:
 04.12.2009

 Free-TV-Start:
 23.11.2010

"Waltz With Bashir" - Handlung und Infos zum Film:


In jener Nacht, in der sein Freund Boaz ihm von einem immer wiederkehrenden Alptraum erzählt, der mit seinem Einsatz im Libanon-Krieg vor etwa 25 Jahren zu tun hat, träumt auch der Filmregisseur Ari zum ersten Mal von seiner Zeit als junger Soldat, obwohl er sich ansonsten an nichts aus jener Periode seines Lebens erinnern kann. Ari sucht Rat bei seinem besten Freund Ori. Er rät ihm, seinen Kameraden Carmi aufzusuchen, der in Aris Traum vorkam. Ari zögert, fährt dann aber doch ins winterliche Holland zu Carmi.

Carmi erinnert sich an den Anfang des Krieges: Um den Feind zu täuschen, sind sie mit einem "Love Boat" – einem rosa angemalten Kommandoschiff – vor die Stadt Sidon gefahren. Carmi wird seekrank, schläft ein, träumt von einer großen Frau, die ihn mitnimmt. Sie gehen an Land, feuern wild um sich, töten Unschuldige, aber von einem Massaker in den Flüchtlingslagern Sabra und Shatila, das Ari erwähnt, weiß Carmi nichts. Das ist auch bei ihm, wie Ari es formulierte, "nicht im System".

Nach den Gesprächen mit Carmi kommen nun auch Aris Erinnerung bruchstückhaft zum Vorschein: Im Taxi, auf der Fahrt zum Flughafen Amsterdam, erinnert er sich plötzlich an seinen ersten Tag im Krieg. Er ist damals 19 Jahre alt, kommandiert ein gepanzertes Kettenfahrzeug und wird beauftragt, tote und verwundete Kameraden zu "entsorgen".

Zurück in Israel besucht Ari den früheren Panzersoldaten Ronny, dem der Krieg anfangs wie ein Schulausflug vorkommt. jetzt nur noch der Tag des Massakers in den Flüchtlingslagern Sabra und Shatila. Doch damit ist er nicht allein: Keiner seiner Kameraden hat eine Erinnerung an das Massaker. Ori rät ihm, nicht auf - zu geben, weiterzusuchen, Einzelheiten herauszufinden, Beteiligte zu finden. Ari findet den früheren Panzerkommandanten Dror, der auf einer Anhöhe vor den Flüchtlingslagern stand. Er hatte den Auftrag, den Milizen der Phalangisten, die in die Lager einrücken, "um sie von Terroristen zu säubern", Deckung zu geben.

Am nächsten Morgen treiben die Milizen Frauen, Kinder und Alte heraus und karren sie auf LKWs fort. Dror erfährt von seinen Leuten von den Erschießungen. Er meldet es seinem Vorgesetzten. Auch der hoch angesehene Kriegsberichterstatter Ron Ben-Yishai, den Ari interviewt, hatte mehrere glaubhafte Hinweise auf das Massaker bekommen. Mitten in der Nacht ruft er den damaligen Verteidigungsminister und späteren israelischen Ministerpräsidenten Ariel "Arik" Sharon an: "Ich habe gehört, es gibt ein Massaker, Arik. Man schlachtet dort Palästinenser ab, wir müssen das beenden." Doch außer einem "Danke, dass du mich in Kenntnis gesetzt hast." zeigt Sharon keinerlei Reaktionen. Für Ari fügen sich die Puzzleteile nun zusammen. Er weiß wieder, wo er bei dem Massaker war. Er weiß wieder, welche Rolle er innehatte. Und die Erinnerungen, welche er 20 Jahre verdrängen konnte, brechen sich Bahn...

Doch als sein Kommandant tödlich getroffen wird, ist es mit damit schlagartig vorbei. Panik bricht aus, die Panzer werden getroffen und Ronny überlebt den Angriff als Einziger. Er versteckt sich am Strand und wartet auf sein sicheres Ende. Im Schutz der Nacht kriecht er zum Meer, schwimmt, bis ihn die Kräfte verlassen und erreicht schließlich das rettende Ufer. Noch heute plagen ihn die Schuldgefühle, es als Einziger seiner Gruppe überlebt zu haben.

Aris Kamerad Frenkel, ein harter Kämpfer, der für seine Patchouli-Leidenschaft bekannt war, erzählt Ari von einem Vorfall in einem Obstgarten. Sie erschießen einen Jungen, wahrscheinlich gerade 14 Jahre alt, der sie mit einer Panzerfaust angreift. Doch Ari weiß nicht mehr, ob er dabei war. Er erinnert sich jetzt aber an seinen ersten Fronturlaub: Das "normale Leben" in den Straßen Tel Avis rast an ihm vorbei. Ari trauert seiner Freundin Yaeli nach, die ihn einen Tag vor Ausbruch des Krieges verlassen hat. Schon nach 24 Stunden muss Ari wieder einrücken. In der darauf folgenden Nacht erreicht Aris Regiment die Nachricht vom Tode Bashir Gemayels. Sie werden nach West-Beirut geflogen und rücken in die Stadt ein. An einer großen Kreuzung werden sie aus Hochhäusern von allen Seiten unter Feuer genommen. Ein Kamerad liegt verwundet und hilflos mitten auf der Kreuzung und Rettung scheint nicht möglich. Doch dann kommt Frenkel, der Patchouli-Kämpfer, mit seinem Maschinengewehr...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 20.10.2008

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