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Wanted - Plakat zum Film

WANTED

("Wanted")
(USA, 2008)

Regie: Timur Bekmambetow
Film-Länge: 110 Min.
 
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DVD:  7.99 EUR
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Blu-ray:  9.97 EUR
 


 Kino-Start:
 04.09.2008

 DVD/Blu-ray-Start:
 08.01.2009

 Pay-TV-Start:
 15.11.2009

 Free-TV-Start:
 24.04.2011

"Wanted" - Handlung und Infos zum Film:


Zu "Wanted" sei vorausgeschickt: es handelt sich um eine Comic-Verfilmung. Und das entschuldigt in diesem Falle wohl, dass die Figuren eindimensional und die Story auf die Knalleffekte und kleine Bonbons für die Comic-Fans ausgelegt ist. Und wer die in Deutschland eher unbekannte Comic-Vorlage nicht kennt, dem sei gesagt: Wer "Matrix" liebt, wird auch "Wanted" mögen.

Wer Angelina Jolie liebt, wird zwischendurch allerdings den Impuls unterdrücken müssen, der ausgehungert wirkenden Heldin ein warmes Süppchen zu kredenzen. Natürlich sind Schauspieler wie Morgan Freeman oder Terence Stamp in Filmen wie "Wanted" komplett unterfordert – gönnen wir ihnen etwas bezahlten Urlaub.

Aber jetzt erst einmal zur Filmgeschichte:

Wesley Gibson (James McAvoy) ist ein Durchschnittstyp, der mit hängenden Schultern durchs Leben geht. Ein Leben, das er hasst - und das aus gutem Grund, denn es ist einfach mies.

Im Job legt es seine ebenso fette wie ekelhafte Vorgesetzte darauf an, Wes vor den Augen seiner - in ihren Schuhschachtel-Büros stumpfsinnig vor sich hin schuftenden - Kollegen zu quälen. Zuhause ist seine Freundin ein sexueller Magnet für jeden, sogar für seinen besten Freund - nur nicht für Wes selbst. So ist es kein Wunder, dass dieser Loser bereits zum zehnten Mal ein Rezept für Beruhigungsmittel gegen Panikattacken benötigt; diese Tabletten schluckt er wie Bonbons zu seinen lieblos und gehetzt eingenommen Mahlzeiten, die meist aus veganischen Tofu-Wraps bestehen. Seinem armseligen Dasein könnte man ebenso gut gleich ein Ende bereiten, um Wes ein lebenslanges Elend zu ersparen. Glücklicherweise ist sein Leben tatsächlich zu Ende – jedenfalls sein altes Leben… und alles nur wegen einer ziemlich scharfen Frau…

Auftritt Fox (Angelina Jolie), die in einem Supermarkt mit dem Finger am Abzug einer geladenen Schusswaffe frontal auf Wes zukommt. Wie sich schnell herausstellt keine Sekunde zu spät. Denn schon im nächsten Augenblick befindet sich Wes mitten in einem Kugelhagel. Offensichtlich ist er ins Visier eines Killers namens Cross (Thomas Kretschmann) geraten. Fox, die mit bewundernswert präzisier Schuss- und kamikazehafter Fahrtechnik Wes aus diesem letalen Desaster befreit, teilt ihm bei dieser Gelegenheit auch noch gleich mit, dass er in Wahrheit der Sohn einer – am Tag zuvor - ermordeten Killerlegende ist.

Sein Vater wiederum war Mitglied eines Jahrhunderte alten Geheimbundes, bestehend aus hoch trainierten und begabten Killern, die sich dem unverbrüchlichen Auftrag des Schicksals verschrieben haben. Das Motto dieser mysteriösen Bruderschaft lautet: Töte einen, rette Tausende.

Für Wes ein bisschen viel Killer-Folklore auf einmal. Doch er hat kaum Zeit durchzuatmen, denn schon befindet er sich im Hauptquartier besagter Bruderschafft. Umringt von Fox, Sloan (Morgan Freeman) – dem geheimnisvollen Anführer der Bruderschaft - und einer Handvoll versierter Killer wird Wes weiter aufgeklärt.

Für Wes, so sagen sie, sei jetzt die Zeit gekommen, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Nicht nur um den ermordeten Vater zu rächen, sondern auch um den Wolf, den Wes selbst in sich trägt, aus der inneren Gefangenschaft zu befreien. Das Töten liege ihm nämlich im Blut. Und jetzt sei die Zeit dafür reif, um - unter der Leitung von Fox und ihrer tödlicheren Truppe – zum Killer gedrillt zu werden.

Natürlich protestiert Wes vehement gegen eine so bizarr anmutende neue Lebensplanung. Doch dafür ist es längst zu spät. In seinen alten Lebenstrott kann er – das merkt er sehr schnell am eigenen Leib - nicht mehr zurück. Was schon am nächsten Tag seine fette Vorgesetzte (verbal) und sein hinterhältiger "bester Freund" (dental) zu spüren bekommen.

Kurz: Grünschnabel Wes wird daraufhin intensiv geschult, um blitzschnelle Reflexe und schier übermenschliche Beweglichkeit zu entwickeln. Denn niemand hat je behauptet, die Ausbildung zum Mörder wäre ein Kinderspiel…

So wird der ehemalige Faulenzer und Duckmäuser wiedergeboren – als Hoffnungsträger und eiskalter Über-Killer der Bruderschaft. Und Wes beginnt dieses neue Leben – nach anfänglichen Skrupeln – durchaus zu genießen. Schließlich wird er von Sloan auch in das große Geheimnis der Bruderschaft eingeweiht: Ein großer Webstuhl, der Tag und Nacht in Betrieb ist, webt von Zeit zu Zeit ein Stoffmuster, aus dem man einen Namen entziffern kann: den Namen der Person, die als nächstes gekillt werden muss.

Und so wird ein Mordauftrag nach dem anderen mit eiskalter Präzision erledigt. Dabei erscheint auch immer wieder Cross auf die Bildfläche, der Wes im Supermarkt erledigen wollte. Doch jedesmal entwischt er wieder den Fängen der Bruderschaft ohne Spuren zu hinterlassen. Endlich findet man aber einen Hinweis auf Cross – ein seltene, feinziselierte Kugel, die nur an einem ganz bestimmten Ort, von einem ganz bestimmten Mann hergestellt wird.

Fox und Wes machen sich auf die Reise zu dem Unbekannten: eine Reise, die nicht nur sehr gefährlich ist, sondern auch viel Licht ins Dunkel der Bruderschaft bringen wird. Denn längst schon hat Wes den Verdacht, dass die Absichten seiner todbringenden Bruderschaft doch nicht ganz so edel sind, wie sie vorgibt.

Während Wes zwischen dem neu entdeckten Heldentum und der Herz zerschmetternden Rache schwankt, muss er erfahren, dass niemand – weder ein kaltblütiger Vater noch ein vor Wut schäumender Mörder – ihn jemals eines Besseren wird belehren können: Wes allein ist Herr über sein Schicksal. Ein Schicksal, das er jetzt endlich in seine eigenen Hände nehmen muss…

"Wanted" ist Popcorn-Kino und als solches ganz unterhaltsam, für den eingefleischten Fan des Genres vielleicht ein bisschen lau. Mit Ansprüchen, einer Botschaft oder gar Moralvorstellungen sollte man dem Film allerdings lieber nicht kommen.


Die Redaktions-Wertung:50 %

Autor/Bearbeitung: Simone von der Forst

Update: 01.09.2008

Kommentare zum Film:



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