Star Wars: Identities

Odysseum Köln ab 22. Mai 2015 Das kann man sich sonst nicht aussuchen

Wie der Vater so der Sohn? Bei Familie Skywalker nicht ganz. Trotz vergleichbarer Gene und Heimat entwickelten sich Papa Anakin und Sohn Luke bekanntermaßen zu zwei unterschiedlichen Persönlichkeiten. Welche Einflüsse, Erlebnisse und Entscheidungen sind ausschlaggebend dafür, was für ein Mensch wir werden (oder auch was für ein Wookie, Gungan oder Ewok)? Was prägt Identität? "Welche Mächte formen dich?"

Vielleicht kracht Ani ja diesmal vor einen Fels

 

Die Ausstellung "Star Wars: Identities" kommt mit einem ambitionierten Thema daher. Und wer als Fan jetzt stöhnt und sagt "Schade, eigentlich wollte ich doch lieber ein Modell des Sternenzerstörers und das Original-Kostüm von Darth Vader sehen", sei direkt beruhigt: Auch das gibt’s noch und nöcher. Rund 200 Ausstellungsstücke aus den Lucasfilm-Archiven sind im Kölner Odysseum voraussichtlich bis Mitte November zu bewundern – von Prinzessin Leias goldenem Sklaven-Bikini bis hin zu Klein-Anis rasendem Podracer in Originalgröße. Mit so viel geballter Filmgeschichte ist die "Star Wars"-Wanderausstellung ohnehin ein Selbstläufer. Dass bei der Konzeption trotzdem Wert auf eine besondere Herangehensweise gelegt wurde, zeugt davon, dass "Krieg der Sterne" schon immer mehr sein wollte als "bloß" ein Stück Popkultur.

Bademoden 1983

 

Und so versucht "Star Wars: Identities" also, dem Betrachter nebenbei einen Crashkurs in Sachen Persönlichkeitsentwicklung zu verpassen. Kurze Einspielfilme geben Aufschluss über Aspekte wie Spezies, Kultur, Wertvorstellungen oder prägende Erlebnisse – teilweise in überraschender wissenschaftlicher Tiefe, aber natürlich immer versehen mit den passenden Filmausschnitten. Anschließend kann sich der Besucher dann jeweils selbst einem interaktiven Psychotest stellen. Ein Chip-Armband am Handgelenk registriert die Antworten. Am Ende der Ausstellung steht man dann an einer Videowand dem eigenen "Star Wars"-Charakter gegenüber und kann sich per eMail ein Profil schicken lassen.

Die Frage aller Fragen: Helle oder dunkle Seite der Macht?

 

Natürlich ist das alles auch ein Gimmick, um den jüngeren Teil der Zielgruppe bei Laune zu halten, während Papa vor der Glasvitrine die handgezeichneten Storyboards bewundert. Doch es ist tatsächlich auch ein lehrreicher Spaß. Vor allem aber ist es freiwillig. Wer einfach nur Lust auf ein reines "Star Wars"-Museum hat, lässt den Chip in der Hosentasche und freut sich stattdessen über frühe Konzeptentwürfe, auf denen Yoda noch aussieht wie ein Gartenzwerg.

Star Wars: Identities

 

 

Tickets unter www.odysseum.de
Erwachsene: ab 21,95 Euro
ermäßigt: ab 19,95 Euro
Kinder (4-17 Jahre): ab 15,95 Euro
Familien (2 Erw. + 2 Kinder): ab 70,- Euro
(Preise inkl. Eintritt "Odysseum")
(Alle Texte und Audios in der Ausstellung sind auf Deutsch und Englisch verfügbar.)

Mit Leia im Rücken dann doch die helle Seite

 

 

Autor: Martin Günther

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Update: 04.06.2015

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