"Big Brother Is Watching You". Das Ozeanien des Jahres 1984 ist ein totalitärer Staat, in dem so ziemlich alles verboten ist, was Spaß macht. Gefühle sind verboten, Liebe strengstens untersagt. Selbst die Worte werden den Menschen vorgeschrieben. Zuständig hierfür ist das "Wahrheitsministerium", in dem Winston Smith (
John Hurt) als treuer Gefolgsmann des "Großen Bruders" arbeitet.
Nach außen hin gibt er sich immer 100 % loyal - und doch hat er ein paar kleine "Fehlerchen". So führt er heimlich Tagebuch über seine Gedanken (Frevel !) und hat auch eine Beziehung mit der Dissidentin Julia (
Suzanna Hamilton) begonnen. Dem Funktionär O'Brien (
Richard Burton) erzählt er davon - und wird prompt verraten. Nun wird Smith diversen Foltermethoden unterzogen...
George Orwell schrieb dieses Buch 1948 - der Titel "1984" war einfach der Zahlendreher, um die Ereignisse weit in die Zukunft zu verlegen. Der Roman erzeugte aber wohl nie vorher soviel Aufmerksamkeit wie im Jahr 1984 und zuvor. So entstand auch erst im "Orwell-Jahr" die Verfilmung - als viele Dinge leider nicht mehr pure Utopien waren. Regisseur Radford schafft es, die Verhältnisse in der Diktatur bedrückend und beklemmend darzustellen und dem Zuschauer so die gesamte Grausamkeit vor Augen zu führen. Für Richard Burton war der O`Brien die letzte Rolle seiner Karriere - er starb kurz darauf.