Eigentlich wollte Franziska Herr (
Veronica Ferres) ja nur ein Haus kaufen. Dafür hatte ihr eine nette Dame beim Friseur (
Liselotte Pulver), ihren Sohn Enno (
Joachim Krol) empfohlen, ohne zu bedenken, dass der sich ja auf Scheidungen spezialisiert hat. Kein Wunder, dass der Franziska zuerst 'mal für eine gestrandete Ehefrau hält und das nötige einleitet...
Nachdem sie aber realisiert hat, dass ihre Scheidung nun bereits läuft, findet sie die Idee gar nicht mehr so schrecklich. So toll war die Ehe zwischen ihr und dem Filmproduzenten Will Gross (
kaum wieder zu erkennen Thomas Heinze) ja eigentlich nie. Um Enno einen kleinen Überblick über ihr Eheleben zu geben, bringt sie die Geschichte ihres Lebens zu Papier. Enno gibt dies seiner Mutter, die einem Verleger und so kommt es, dass Franziskas erster Roman gedruckt und zum Bestseller wird.
Sicher, die Drehbuchvorlage von Erfolgsautorin Hera Lind gab Sönke Wortmann vielleicht wenig Gelegenheit etwas falsch zu machen, aber wie er doch fast alles richtig macht ist schon sehenswert. Eine glänzende Schauspielerriege, gespickt mit Kurzauftritten von
Heiner Lauterbach,
Esther Schweins, einer schwäbelnden
Maren Kroymann,
Til Schweiger und der Autorin selbst, gibt ihr bestes. Dazu noch versteckte Anspielungen wie das Pseudonym der Hauptperson "Franka Zis" (in Anlehnung an "
Hera Lind" alias "Herlinde") oder der Advokat der mit Nachnamen ausgerechnet "Winkel" heißt, machen "Das Superweib" zu einem ungetrübten Kinovergnügen.