1971: Von Großbritannien aus tritt der Glam-Rock seinen Ziegeszug um die Pop-Welt an. Im Mittelpunkt dieser Revolution steht ihr Mega-Star Brian Slade (
Jonathan Rhys Meyers). Der Mod- und Rockszene entwachsen, nimmt der Paradiesvogel Großbritannien im Sturm und inspiriert zahllose Teenager, sich die Nägel zu lackieren und ihre Sexualität zu erforschen - bis er sich schließlich selbst verehrt. Weil ihm die selbskreierte Bühneperson über den Kopf wächst, inszeniert er eines Tages seine (
vorgetäuschte) Ermordung und verschwindet spurlos.
Im Jahr 1984 erhälzt der britische Journalist Arthur Stuart (
Christian Bale) den Auftrag, für eine New Yorker Tageszeitung einen Artikel zum zehnten Jahrestag Slades "Fake-Ermordung" zu schreiben. Früher selbst ein Fan des Glam-Rockers, nimmt er die Fährte wieder auf und begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit des vergessenen Stars. Unter anderem Interviews mit Slades Exfrau Mandy (
Toni Collette) sowie dem US-Rocker Curt Wild (
Ewan McGregor) sollen ihm wichtige Hinweise für eine Annäherung an sein Jugend-Idol liefern...
Die Story zu "Velvet Goldmine" klingt nach leichter Unterhaltung, einer bizarren aber humorvollen Biographie mit Rückblenden in die Seventies - leider weit gefehlt. Regisseur und Autor Todd Haynes inszenierte seinen Streifen im Stile eines Dokumentarfilms mit scharfen Schnitten und kaum einem fortlaufenden Handlungsstang. Zahllose Einspielungen (
u.a. von \"Konzertausschnitten\" Slades) wirken manchmal wie ein glänzend geplantes "Trash-Movie" - manchmal einfach nur langatmig und uninspiriert. Da verwundert es fast, daß Stars wie Toni Collette und Ewan McGregor bei diesem "Experiment" mitwirkten.