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Die Wand - Plakat zum Film

DIE WAND

(D, 2011)

Regie: Julian Roman Pölsler
Film-Länge: 108 Min.
 
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 Kino-Start:
 11.10.2012

 DVD/Blu-ray-Start:
 18.04.2013

 Free-TV-Start:
 06.10.2014

"Die Wand" - Handlung und Infos zum Film:


Das Krächzen der Krähen durchbricht die klirrende Kälte, während im Inneren einer spartanischen Jagdhütte eine Frau (Martina Gedeck) ihre letzten Blätter in engen Zeilen vollschreibt. Ihre Fingernägel sind schmutzig von der vielen Arbeit. In ihrem Gesichtsausdruck spiegelt sich ihr Schicksal. Die Frau schreibt nicht aus Freude, sie muss, um nicht den Verstand zu verlieren, ihre Geschichte erzählen.

Die Sonnenstrahlen eines schönen Maitages versetzen sie in ihre Erinnerung zurück. Mit dem befreundeten Ehepaar Hugo (Karl Heinz Hackl) und Luise (Ulrike Beimpold) und deren Hund Luchs fährt sie durch die beeindruckende Gebirgslandschaft Österreichs zu deren Hütte für einen Wochenendausflug. Das Ehepaar bricht am Abend auf, um noch mal kurz ins Dorf zu wandern, weil die frische Luft gut tut. Vor der Dämmerung wollen sie wieder zurück sein. Die Frau und der Hund bleiben auf der rustikal-romantischen Holzveranda sitzen. In ihrer städtischen Kleidung wirkt sie verunsichert. Es ist nicht ihre Welt.

Das Ehepaar ist am nächsten Morgen noch nicht zurück. Die Frau überlegt, was passiert sein könnte. Nie wären ihre Freunde so rücksichtslos gewesen, sie über Nacht in der Hütte alleine zu lassen. Kurzerhand macht sie sich mit ihren Stadtschuhen und Luchs auf den steinigen Weg ins Tal. Plötzlich jault der Hund auf und geht nicht weiter. Die Frau stößt gegen eine unsichtbare Wand. Verwundert tastet sie in der Luft die unerklärliche Grenze ab, die sie vom Rest der Welt trennt. Der blaue Himmel und die Natur um sie herum sehen aus wie immer. Die Vögel zwitschern, als wäre nichts geschehen. Sie hört ein lautes Pochen, bis sie realisiert, dass es aus ihrem Inneren kommt. Ihr Herz hatte sich schon gefürchtet, noch bevor sie es wusste. Was ist geschehen? Irgendjemand muss doch längst Alarm geschlagen haben. Dass kein einziger Mensch zu sehen ist, kommt ihr noch rätselhafter vor als die Wand.

Es erscheint ihr ganz unmöglich zu überleben. Gleichzeitig weiß sie, dass sie leben muss und es für sie keinen Ausweg gibt. Wenigstens ist sie mit Luchs nicht alleine. Als die Frau wieder aufbricht, um ihr von der Wand begrenztes Gebiet zu erkunden, ist sie besser ausgerüstet: Durch ein Fernglas beobachtet sie die wie versteinerten Menschen auf einer Nachbarhütte. Der Tod muss rasch gekommen sein. Vielleicht wäre es klüger gewesen, wäre sie mit ihren Freunden ins Dorf gegangen.

Mit der Zeit findet sich die Frau in ihrer neuen Umgebung zurecht. Eine Kuh läuft ihr zu, die sie Bella tauft. Sie pflanzt Kartoffeln an, geht auf die Jagd, übersteht den Winter. Im Sommer zieht sie auf eine nahe gelegene Almhütte und erlebt, von der Weite des faszinierenden Bergpanoramas inspiriert, einen zaghaften Einklang mit sich selbst. Ihr fällt auf, dass sie fast nie mehr daran denkt, es würde sie endlich jemand finden. Doch eines Tages ist es soweit. Sie wird gefunden, nur anders, als sie denkt. Diese Begegnung verändert ihr Leben ein weiteres Mal und sie söhnt sich auf ihre Art mit den Fragen aus, die sie nie loslassen werden...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 04.09.2012

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