Der erste Teil der Trilogie -"Die Gefährten" - erzählt von den Erlebnissen des jungen Hobbits Frodo Beutlin (
Elijah Wood), der von seinem Onkel Bilbo (
Ian Holm) an dessen 111. Geburtstag einen goldenen Ring geschenkt bekommt. Zauberer Gandalf (
Ian McKellen) erklärt ihm bald, dass es sich um einen besonderen Ring handelt, ein Werkzeug absoluter Macht. Er wurde einst von Sauron (
Sala Baker), dem bösen Herrscher von Mordor geschmiedet, doch er verlor ihn im Kampf. Nachdem es viele Jahrhunderte ruhig um den Ring und die Macht des Bösen war, scheint Sauron zurückzukehren. Wenn es ihm gelingt, in den Besitz des Ringes zu gelangen, würde er ganz Mittelerde, die Heimat von Elfen, Hobbits, Menschen, Zwergen und anderer Kulturen beherrschen und versklaven. Da es nur eine Möglichkeit gibt, seine Rückkehr an die Macht zu verhindern, macht sich Frodo mit neun Gefährten auf den langen Weg: Er muss den Ring in Saurons Reich Mordor vernichten. Doch sein Marsch durch Mittelerde ist voller Gefahren. Längst nicht alle Wesen sind ihm wohlgesonnen und auch die Gemeinschaft der neun Gefährten scheint zu zerbrechen.
Peter Jackson ist es gelungen, den ersten Band in einen spannenden, dreistündigen Film zu verwandeln, der keinen Durchhänger hat. Natürlich sind nicht alle Geschichten aus dem Buch verwirklicht worden. So lernt der Zuschauer beispielsweise nicht die Sackheim-Beutlins, die habgierige Verwandtschaft von Bilbo und Frodo kennen und erfährt nichts über seinen angeblichen Umzug in die Nähe von Bockenburg. Auch tauchen im Film die beiden Hobbits Pippin (
Billy Boyd) und Merry (
Dominic Monaghan) viel früher als Frodos Weggefährten auf als im Buch. Tom Bombadil mit Goldbeere und die Erlebnisse im Alten Wald und auf den Hügelgräberhöhen mussten auch außen vor bleiben. Stellenweise wirkt der Film sehr bedrohlich oder brutal. Wer das Buch nicht kennt, wird von der knapp zehnminütigen Einleitung vielleicht abgeschreckt. Saurons Krieger und Saurons Auftreten sind sehr dunkel und furchtbar dargestellt. Auch der Anblick der Orks lässt einen leicht erschaudern. Das ist nicht unbedingt schön anzusehen, entspricht aber sehr gut den Empfindungen, die auch Tolkiens Buch erzeugen. Wunderschön dagegen die Landschaftsaufnahmen. Die Naturschönheiten Neuseelands bilden eine ideale Kulisse für das Abenteuer.
Die Verfilmung vom "Herrn der Ringe" wird in drei Teilen in die Kinos kommen. Nach "Die Gefährten" startete ziemlich genau ein Jahr später
"Die zwei Türme". Ende 2003 soll das Epos mit der Folge
"Die Rückkehr des Königs" beendet werden. All drei Teile wurden während der 15-monatigen Drehzeit vom 11. Oktober 1999 bis 22. Dezember 2000 in Neuseeland abgedreht. Das Gesamtbudget wird auf 300 Millionen Dollar (etwa 333 Millionen Euro) geschätzt. Bei der Wahl der Schauspieler setzt Jackson auf eine bunte Mischung aus Newcomern und bekannten Gesichtern. Hauptdarsteller Elijah Wood war beispielsweise in
"Forever Young" und
"Deep Impact" zu sehen. Mit dabei auch
Liv Tyler (
"Dr. T And The Women",
"Eine Nacht bei McCool´s",
Armageddon"), die Arwen Abendstern spielt.