Nach fünf "007"-Einsätzen hatte Sean Connery das Gagenkarussell überdreht und wurde ersetzt - allerdings nur für einen Film, denn "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" blieb der einzige Einsatz des australischen Ex-Models George Lazenby. Und trotz einiger harscher Kritik - so schlecht machte er seinen Job gar nicht, und dass Sean Connery in
"Diamantenfieber" zurückkehrte, war wohl eher der Tatsache zu verdanken, dass er sich mit den Produzenten "einigte".
Damit dem eingefleischten "Bond"-Fan aber wenigstens etwas vertraut kam, rettete man den Schurken hinüber. Spielte in
"Man lebt nur zweimal" noch
Donald Pleasence die Rolle des Ernst Stavro Blofeld, lieh ihm diesmal "Kojak"
Telly Savalas die Glatze. Bond hat inzwischen beim Secret Service gekündigt und wandert nach Portugal aus. Dort lernt er "Paten"-Tochter Tracy Draco (
Diana Rigg) kennen, verliebt sich in sie und heiratet gar.
Als Bond jedoch hört, dass Blofeld wieder aktiv wird, nimmt er sofort Witterung auf. Er reist in die Schweiz, wo der Größenwahnsinnige sich auf dem Piz Gloria verschanzt hat, um die Welt mit dem tödlichen "Omega"-Virus zu vernichten. Um das zu verhindern, muss Bond sich zum ersten Mal Skier unterschnallen - das Thema wiederholte sich in späteren "007"-Filmen noch öfters.
"Im Geheimdienst Ihrer Majestät" zeigt wieder einmal, dass ein Bond-Film immer nur so gut ist wie der Bösewicht. Savalas überzeugt schon fast alleine durch seinen Charakterkopf. Die Bond-Girls sind austauschbar, aber die Verfolgungsjagden auf Skiern, die übrigens Willy Bogner inszenierte, machen den sechsten Bond unverwechselbar. Lazenby hin, Lazenby her.