Leslie Nielsen ist also sehr verdächtig (und mit ihm wohl alle, die diesen wahnsinnig sinnigen und kurzen deutschen Titel erdacht haben) und das ist kein Wunder. Schließlich ist er Ryan Harrison, der "Meister der Geige" und Fehltritte. Nach seinem musikalischen Höhepunkt kommt der mit der wohlhabenden Society-Lady Lauren Goodhue (
Kelly LeBrock - Richtig, Männer, sie war die
"Woman in Red"; richtig, Kids, sie war "L.I.S.A., der helle Wahnsinn"). Der ist jedoch nur sehr kurz, schließlich will Lauren ihren Mann Hibbing (
Michael York) umbringen. Harrison überrascht den einäugigen, einbeinigen und einarmigen Killer (
Aaron Peal), der wie jeder andere auch zwei Augen, zwei Beine und zwei Arme hat - und es kommt zu einer folgenschweren Verwechslung: Alle halten den Geiger und nicht den Gärtner für den Mörder.
So etwas muss natürlich bestraft werden. Im Comedy-Universum eines Leslie Nielsen heißt das: Tod durch den elektrischen Stuhl, den Strang und die Spritze. Doch der Gefangenentransporter kommt vom rechten Weg ab, stürzt einen Abhang hinunter und macht halt vor einem Güterzug. Harrison kann also entkommen und ist nun
auf der Flucht: Gejagt von einem Marshall, auf der Suche nach der einzigen Frau, die seine Unschuld beweisen könnte und natürlich sich immer fragend welche Rolle das „Baywatch“-Team in diesem Streifen spielt.
"Leslie Nielsen ist sehr verdächtig" hätte eigentlich gar nicht diesen Verweis auf seinen Hauptdarsteller gebraucht, denn er spielt wieder so, wie wir ihn kennen und lieben. Unzählige Filmklassiker werden durch den Kakao gezogen und am Ende spielt sogar die
"Titanic" eine wichtige Rolle. Kein Wunder, schrieb Regisseur Pat Proft doch auch schon das Drehbuch für die
"Hot Shots"-Filme. Also, rundum gelungene, leichte Sommer-Comedy.