Baltimore im Jahre 1954. Die Rassentrennung in den Schulen wird aufgehoben, erstmals drücken schwarze und weiße Schulkinder aus verschiedenen Wohnvierteln gemeinsam die Schulbank, der Rock´n´ Roll gewinnt an Bedeutung und die meisten Familien können sich jetzt ein Auto leisten. Wir begleiten Ben Kurtzmann (
Ben Foster), einen Juden, und seine Freunde für etwas mehr als ein Jahr. Denn noch ist die Gesellschaft nicht nur in Schwarz und Weiß, sondern auch in Juden und Christen getrennt. So haben Ben und seine Freunde beispielsweise keinen Einlass zum exklusiven Turkes-Hill-Schwimmclub: "Kein Zutritt für Juden, Hunde oder Farbige", so steht es am Eingang.
Die jungen Leute fangen als erste an, die neuen Freiheiten zu verstehen. So kommen sich Ben und die neue schwarze Mitschülerin Sylvia (
Rebekah Johnson) langsam näher. Doch die Vorurteile der Eltern und der Gesellschaft gestalten die Entwicklung der jungen Liebe mehr als schwierig. Auch der Jude Alan (
Kevin Sussman) muss schwer um seine große Liebe, die Christin Dubbie (
Carolyn Murphy) kämpfen. Und da ist ja auch noch Bens Vater, der mit seiner Lotterie mehr schlecht als recht sein Geld verdient...
"Liberty Heights" ist bereits der vierte Film von Regisseur Barry Levinson, der in seiner Heimatstadt Baltimore spielt. Wie alle vorherigen Streifen, "Diner",
"Tin Men" und "Avalon", trägt auch das neuste Werk autobiografische Züge. Das ganze wirkt allerdings auch wieder wie ein buntes Sammelsurium von Kindheits- und sonstigen Erinnerungen, der oft den roten Faden schmerzlich vermissen lässt. Ein schönes, stimmiges Zeitporträt - mehr leider nicht ...