Brock Lovett (
Bill Paxton) sucht mit seiner Crew nach den Schätzen der legendären Titanic. Doch das einzig besondere, was er an das Tageslicht bringt, ist das Portrait einer jungen Frau, die außer einem der wertvollsten Diamanten der damaligen Zeit nichts trägt. Diese Zeichnung bringt ihn mit der mittlerweile 100-jährigen Rose (
Gloria Stuart) zusammen. Sie ist eine der wenigen Überlebenden, die nach dem Untergang des Luxusliners aus dem eiskalten Wasser des Nordatlantik gerettet worden sind. Sie bringt uns zurück auf die Titanic....
Wir schreiben den 10. April 1912. Die R.M.S. Titanic tritt ihre Jungfernfahrt nach New York an. Mit an Bord auch der junge, lebensfrohe "Dritte-Klasse-Passagier" Jack Dawson (
Leonardo DiCaprio) und die 17-jährige Rose DeWitt Bukater (
Kate Winslet), die aus der feinen Klasse der edwardianischen Gesellschaft stammt. Rose allerdings hält gar nichts von diesem Leben und will aus ihm ausbrechen. Jack kann ihr dabei den Weg weisen und entgegen aller gesellschaftlichen Regeln entsteht zwischen den beiden ein unzertrennliches Band der Liebe. Weder Cal Hockley (
Billy Zane), der millionenschwere Zwangs-Verlobte von Rose, noch ihre Mutter Ruth (
Frances Fisher) schaffen es, die beiden auseinander zu bringen. Selbst das allseits bekannte Ende der Titanic soll ihre Zuneigung füreinander nicht trennen können.
James Cameron (Drehbuch und Regie) erzählt mit "Titanic" nicht nur die Geschichte einer der größten Katastrophen des zivilen Personenverkehrs, sondern vor allem eine der traurigsten, tragischsten und schönsten Liebesgeschichten (jawohl, das geht wirklich), die die Leinwand gesehen hat. Das Schicksal von Rose und Jack steht im Mittelpunkt der knapp dreistündigen Erzählung. Geschickt erklärt die Crew von Schatzsucher Lovett zu Beginn des Filmes anhand einer Computersimulation, wie die Titanic untergegangen ist. Damit ist jedem Zuschauer klar, wieso das Schiff nicht rasend schnell sank und warum es in zwei Teile zerbrochen ist. Auch im weiteren Verlauf bringen elegante Blenden Gegenwart und Vergangenheit geschickt zusammen.
Um die Vergangenheit, also das wirkliche Schicksal der Titanic zu begreifen, ist Cameron mit seinem Team zu dem echten Wrack herabgetaucht und hat für die Kameraaufnahmen eine neue Kameratechnik entwickelt. Diese Originalbilder sind mit in den Film integriert. Auch sonst ist vieles so, wie es damals war. Die ursprünglichen Tapetenlieferanten konnten ebenso aufgetrieben werden, wie zum Beispiel Möbelhersteller.
"Titanic" ist ein würdevoller Start in die 98er-Kinosaison. James Cameron schafft es, ein glaubhaftes Bild von den schicksalhaften Tagen der Titanic zu schildern, von den Fehleinschätzungen und dem Fehlverhalten der Menschen, aber auch von der Faszination eines solchen Ozeanriesen. Beeindruckende Kamerafahrten und eine immer spannende Dramaturgie machen den Streifen sehenswert. Nach dem Untergang des Schiffes möchte man als Zuschauer zusammen mit Rose, die im Wasser um ihr Überleben kämpft, um Hilfe schreien. Und dann braucht man zum Schluss doch noch einige Taschentücher. Aber nicht weil es traurig wird, sondern weil es so ein schönes Ende ist.
| "Titanic" - Die Wertungen: | | Die Redaktions-Wertung: |  | 100 % |
|
| - Bester Film
- Regie: James Cameron
- Kamera: Russell Carpenter
- Musik (Drama): James Horner
- Song: My Heart Will Go On, Musik: James Horner, Text: Will Jennings
- Schnitt: Conrad Buff, James Cameron, Richard A. Harris
- Spezialeffekte: Robert Legato, Mark Lasoff, T
|
Autor/Bearbeitung: Andreas Haaß
Update: 25.07.2007
Kommentare zum Film:
|