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Bärenbrüder - Plakat zum Film

BäRENBRüDER

("Brother Bear")
(USA, 2003)

Regie: Aaron Blaise, Bob Walker
Film-Länge: 87 Min.
 
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 Kino-Start:
 18.03.2004

 DVD/Blu-ray-Start:
 07.03.2013

 Pay-TV-Start:
 26.03.2005

 Free-TV-Start:
 06.12.2009

"Bärenbrüder" - Handlung und Infos zum Film:


Die Erde vor 10.000 Jahren. Großartige Mammuts durchstreifen den gewaltigen, unberührten amerikanischen Nordwesten, während das Land den eisigen Griff der Eiszeit abschüttelt und der Mensch beginnt, den Boden urbar zu machen. Kenai ist der jüngste von drei Brüdern. Heute ist der wichtigste Tag in seinem jungen Leben; ein Tag, dem er seit langem entgegenfiebert: Heute soll er sein Totem erhalten, ein Symbol, das die großen Geister für ihn ausgesucht haben und das ihn durch sein Leben begleiten soll. Tanana, die Schamanin des Stammes, überreicht dem aufgeregten Jungen, der es kaum noch abwarten kann, endlich wie ein Erwachsener behandelt zu werden, das Totem des Bären – das Symbol für Liebe. Kenai ist zutiefst enttäuscht. Er hatte auf ein wichtigeres Totem gehofft, wie es seine älteren Brüder erhalten hatten: Sitka, der Älteste, trägt ein Adler-Totem, das ihn als Führer ausweist, während Denahi ein Wolf-Totem sein Eigen nennt, das Weisheit darstellen soll. Sitka versucht, Kenai zu trösten. Denahi jedoch lässt keine Gelegenheit aus, um sich über Kenai und dessen weibisches Totem lustig zu machen.

Zu allem Überfluss muss Kenai entdecken, dass ein Bär seinen vermeintlich gut vertäuten Korb voller frisch gefangener Fische gestohlen hat. Ohne zu zögern und erfüllt vom Zorn über das enttäuschende Totem nimmt er die Fährte des Tieres auf. Seine Brüder folgen ihm, um Kenai beschützen zu können. Gerade noch rechtzeitig: Auf einem hohen Gletscher ist Kenai an einer Klippe in einen verzweifelten Kampf mit dem Bären verwickelt. Todesmutig tritt Sitka dazwischen. Er rettet dem Bruder das Leben, besiegelt damit aber sein Schicksal: Gemeinsam mit dem Bären und einem abgetrennten Stück des Gletschers stürzt er in die Tiefe ins Meer. Der Bär kann unverletzt aus dem Wasser steigen. Doch Sitka ist tot.

Kenai schlägt den wohl gemeinten Rat von Denahi in den Wind und ignoriert auch die Lehre seines Dorfes von Bruderschaft und Vergebung. Er will nicht ruhen, bis er den Bären, der Sitkas Tod zu verantworten hat, zur Strecke gebracht hat. Erneut kommt es zum Duell zwischen dem gewaltigen Tier und dem hitzigen Jungen. Doch diesmal hat Kenai das Glück auf seiner Seite: Auf wundersame Weise kann er den Bären bezwingen und töten. In diesem Moment greifen die großen Geister ein. In Gestalt des Nordlichts umhüllen sie Kenai und heben ihn vom Boden. In einem unglaublichen Spektakel aus Licht und Ton wird er selbst verwandelt – in die Kreatur, die er am meisten verachtet.

In der Zwischenzeit hat Denahi entdeckt, dass sein Bruder dem Bären gefolgt ist. Er erreicht die Stelle des tödlichen Zweikampfs zwischen Kenai und der Bestie unmittelbar nach der Verwandlung. Was er sieht, lässt ihm den Atem stocken: Er sieht einen jungen Bären, der über die zerfetzten Kleider Kenais gebeugt ist – und ahnt nicht, dass der Bär in Wahrheit der veränderte Kenai ist. Vielmehr glaubt er, dass nun auch noch der nächste Bruder einem Bären zum Opfer gefallen ist. Jetzt ist es Denahi, der der Philosophie des Friedens abschwört: Er schwört dagegen, dass er den Bären jagen wird, der Kenai getötet hat. Kenai fällt es nicht leicht, sich in seinem neuen Körper zurechtzufinden. Die Schamanin Tanana erscheint und lässt ihn wissen, dass der Geist Sitkas die Verwandlung in die Wege geleitet hat. Wenn er wieder menschliche Gestalt annehmen will, kann er Sitka „auf dem Berg, wo das Licht die Erde berührt“, finden. Kenai ist ratlos. Er hat keine Ahnung, wo er die Suche nach diesem Ort beginnen soll. Frustriert und ängstlich trifft er auf die beiden ersten Waldbewohner: zwei liebenswerte, leicht verwirrte Elche, die auf die Namen Benny und Björn hören. Überrascht stellt Kenai fest, dass er als Bär die Sprache aller anderen Tiere verstehen kann. Weiterhelfen können ihm die beiden Geweihträger dennoch nicht: Als er ihnen von seinem Missgeschick berichtet, halten sie ihn für verrückt und ignorieren ihn…

Wenn es nach dem Willen von "Disney"-Konzernchef Michael Eisner geht, werden die "Bärenbrüder" vor dem bei uns im September startenden "Die Kühe sind los" erst einmal der letzte Zeichentrickfilm aus den renommierten "Disney"-Studios sein. Es scheint, dass man zum Abschied schon einmal ein "Best Of"-mixen wollte: Die Einführung der Geschichte mit Rahmenhandlung erinnert doch arg an "Pocahontas", in einer "Traum"-Sequenz zieht zwischendurch eine Tierherde vorbei, die frisch dem "König der Löwen" entsprungen sein dürfte, die Songs von Phil Collins kommen in bester "Tarzan"-Manier daher - und die beiden stets plappernden Elche erinnern an einige Sidekicks der letzten Jahre. Und doch: "Bärenbrüder" hat den "Disney"-Charme und ist mehr als nur ein Abklatsch vergangener Werke. Wenn auch die Handlung vorhersehbar ist, wird die Geschichte doch kurzweilig und liebevoll erzählt. Ein Film, bei dem man nur hoffen kann, dass der derzeitige "Herrscher des Mäuse-Imperiums" es sich noch einmal anders überlegt und sich Jung und Alt an weiteren Meisterwerken erfreuen dürfen.


Die Redaktions-Wertung:80 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 05.11.2005


Alle Preisangaben ohne Gewähr, Stand: n.n.

 
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